26.04.2002

CYBERCRIME

Bildquelle: PhotoDisc/ORF.at

Kritik an neuem "Hacker"-Gesetz

Teile der [noch] in Begutachtung befindlichen Strafrechtsnovelle 2002 stoßen auf heftige Kritik seitens der IT-Industrie.

Sechs österreichische Unternehmen aus dem Bereich IT-Security befürchten bei einer Umsetzung des Gesetzesentwurfs negative Auswirkungen auf die Sicherheit im Netz ganz allgemein.

Paragraf "zu wenig durchdacht"

Die Konsequenz daraus sei, dass die bekannterweise ohnehin geringe Motivation vieler Betreiber, solche Lücken im System zu beheben, noch weiter sinken werde.

Durch den "zu wenig durchdachten" Paragrafen 118a werde es riskant, öffentlich über Sicherheitsprobleme an anderer Leute Systeme zu diskutieren, sagte Christian Mock, Geschäftsführer der Wiener Sicherheitsfirma Coretec.

Die Konvention gegen "Cybercrime"

Sie berufen sich dabei auf den entsprechenden Absatz in der [gleichfalls umstrittenen] Konvention des Europarats gegen "Cybercrime", die einschränkt, dass dieses Eindringen nur unter dem Vorsatz, "Daten zu stehlen, oder anderen unehrlichen Absichten" zu bestrafen sei.