Kopierschutz-Knacken wird kriminalisiert
Die deutschen Phonoverbände und die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte [GEMA] haben den Gesetzesentwurf des deutschen Bundesjustizministerium zum neuen Urheberrecht begrüßt.
Mit dem "Gesetz zur Regelung des Urheberrechts in der Informationsgesellschaft" will man die Tonträgerhersteller vor dem "unkontrollierten Klonen" ihrer Produkte schützen.
Kein Rechtsanspruch auf private Kopien
Die Kopierschutztechnologien dürften künftig nicht umgangen
werden. Einen Rechtsanspruch auf das Anfertigen von Kopien zum
privaten Gebrauch bei kopiergeschützten Produkten soll es nach dem
Gesetzesentwurf auch zukünftig nicht geben. Das sei unabhängig
davon, ob das Kopieren mit analoger oder digitaler Technologie
erfolgt.
Automat brennt CDs gegen MünzeinwurfBrenner gefährden Marktexistenz
Das Bundesjustizministerium hatte den Verbänden den Entwurf zur gemeinsamen Stellungnahme vorgelegt.
"Die Funktionsfähigkeit des Musikmarktes ist derzeit durch massenhaftes Brennen von CDs und durch Internet-Piraterie in existenzbedrohender Weise gestört", so Gerd Gebhardt, Vorsitzender der Phonoverbände.
Koperschutz lässt Computer abstürzen
Besonders interessant erscheint der Entwurf, wenn man ihn im
Lichte der aktuellen Kontroverse um den Sony-CD-Kopierschutz
betrachtet. Dieser soll das Abspielen des Tonträgers am PC und Mac
nicht nur verhindern, sondern dabei auch den Rechner abstürzen
lassen.
Audio-CD soll PCs zum Absturz bringenMillionenprozess gegen Hewlett-Packard
Nach gescheiterten Verhandlungen im Streit um Abgaben auf
CD-Brenner zeichnet sich zudem ein neuer Millionenprozess der
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Hewlett-Packard [HP] ab.
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