07.03.2002

KONZENTRATION

Bildquelle: hc

Grünes Licht für Hewlett-Compaq

Die Fusion von Hewlett-Packard [HP] und Compaq scheint immer wahrscheinlicher.

Nachdem am Dienstag wichtige institutionelle Anleger ihre Zustimmung signalisiert haben, hat jetzt auch die US-Aufsichtsbehörde FTC dem Zusammenschluss zugestimmt.

Die Bundeshandelsbehörde habe beschlossen, den Zusammenschluss ohne Auflagen zu billigen, teilte Hewlett-Packard mit. Das Unternehmen zeigte sich von der Entscheidung erleichtert. Sie sei ein wichtiger Schritt im Zustimmungsprozess.

EU zeigt sich wirtschaftsfreundlich

Die EU-Kommission hat ebenfalls keine Einwände gegen die Fusion. Die Transaktion mit einem Wert von 25 Milliarden Dollar [28,3 Mrd. Euro] versetze HP nicht in die Lage, Preise zu diktieren, teilte die Behörde Anfang Februar nach einer einmonatigen Standardprüfung in Brüssel mit.

Vorhaben dieser Größe werden meist wesentlich länger von der Kommission untersucht.

Aktionärswiderstand schwindet

Allerdings braucht die Fusion noch die Zustimmung der Aktionäre. Dabei ist das Vorhaben besonders unter den Anteilseignern von HP umstritten. Die Erben der Firmengründer Hewlett und Packard sind dagegen, sie halten als HP-Großaktionäre insgesamt 18 Prozent an dem Unternehmen.

Allerdings scheint der anhaltende Widerstand der Gründererben die eigentlich entscheidenden institutionellen Anleger nicht wirklich zu überzeugen.

Die einflussreiche amerikanische Beratungsfirma Institutional Shareholder Services [ISS] hat sich am Dienstag nach Börsenschluss für die geplante Fusion ausgesprochen. Dabei handelt es sich um eine ganz wichtige Empfehlung für die Mammuthochzeit.

ISS zählt mehr als 700 institutionelle Anleger wie Investmentfonds zu seinen Kunden und berät sie in wichtigen Unternehmensfragen für Hauptversammlungs-Abstimmungen.

Die Beratungsfirma lobte Walter Hewlett allerdings dafür, dass er das Management gezwungen habe, Risiken vor allem im Hinblick auf die Integration der beiden Unternehmen zu verringern - eine Aussage, die Hewlett nicht erfreuen dürfte, da sie das Ergebnis seiner Bemühungen genau ins Gegenteil des Gewünschten kehrt.