Shareholder für HP/Compaq-Merger
Die einflussreiche amerikanische Beratungsfirma Institutional Shareholder Services [ISS] hat sich gestern nach Börsenschluss für die geplante Fusion zwischen den Computerriesen Hewlett-Packard und Compaq Computer ausgesprochen.
Dabei handelt es sich um eine ganz wichtige Empfehlung für die Mammuthochzeit im Wert von rund 22 Milliarden USD [25,3 Mrd. Euro].
ISS empfahl den HP-Aktionären, für die HP-Compaq-Transaktion zu stimmen. Das Unternehmen glaubt, dass der Plan langfristig die Aktionärswerte maximieren wird.
Kampagnen für und wider die Fusion
Die Familien der HP-Gründer und ihre Familienstiftungen, die
insgesamt rund 18 Prozent der HP-Aktien kontrollieren, wollen gegen
den Zusammenschluss stimmen. Walter Hewlett, der Sohn eines der
beiden Firmengründer, führt die seit geraumer Zeit laufende Kampagne
gegen die Compaq-Übernahme durch HP.
Hohe Gagen für HP/Compaq-Führung700 institutionelle Anleger
ISS zählt mehr als 700 institutionelle Anleger wie Investmentfonds zu seinen Kunden und berät sie in wichtigen Unternehmensfragen für Hauptversammlungs-Abstimmungen. Viele Großanleger folgen den ISS-Empfehlungen. Andere messen ihnen erhebliche Bedeutung zu. Die ISS-Kunden kontrollieren mehr als 20 Prozent der HP-Aktien.
Die Beratungsfirma hatte sich in den letzten Tagen und Wochen mehrfach mit Spitzenmanagern beider Unternehmen und mit den Gegnern des geplanten Zusammenschlusses getroffen.
Sie lobte Walter Hewlett dafür, dass er das Management gezwungen habe, Risiken vor allem im Hinblick auf die Integration der beiden Unternehmen zu verringern.
Die HP-Aktionäre sollen am 19. März über den Zusammenschluss entscheiden und die Compaq-Anteilseigner einen Tag später.
