Das olympische Netzwerk
Zu den Olympischen Spielen in Salt Lake Lake City wurde IBM nach 40 Jahren als Haupttechnologie-Partner und -Sponsor abgelöst.
An die Stelle von Big Blue ist eine Gruppe von 15 Unternehmen getreten, die vom IT-Dienstleister SchlumbergerSema angeführt werden und auch die Spiele in Athen [2004], Turin [2006] und Peking [2008] betreuen werden.
Dabei geht es jeweils um das olympische Intranet [von Datenbanken bis zur Zeitmessung] und um den Auftritt im Internet.
Das Internet bleibt im olympischen Rennen zwischen Neuen Medien und Fernsehen allerdings noch einige Jahre zwischen den Stühlen: Auf einer Weltkonferenz zum Thema Sport und Multimedia hat das Internationale Olympische Comite [IOC] im Dezmber 2000 die bestehenden Verträge mit den Fernsehanstalten für die nächsten acht Jahre bestätigt. Bewegte Bilder wird es weiterhin nur bei den Fernsehstationen mit den entsprechenden Rechten geben, denn TV- und Online-Rechte sind bis 2008 gekoppelt.
Bis 2010 bleibt Olympia exklusiv im TVAnfängerfehler blieben aus
Zumindestens im Bereich des olympischen Intranets hat sich die neue Technologiemannschaft bisher gut geschlagen, peinliche Fehler, wie sie dem Olympia-erfahrenen IBM 1996 in Atlanta unterliefen, blieben zumindestens aus.
IBMs "Info 96"-System wurde damals unter dem Spottnamen "Info 97"-System bekannt, da es schlicht zu langsam war. Auch die Datenbank funktionierte alles andere als reibungslos, sodass beispielsweise ein Boxer in der TV-Einblendung zu einem Siebenmeterriesen mutierte.
Das Netzwerk in Salt Lake City hat 300 Millionen USD gekostet und umfasst rund 50.000 Kilometer Glasfaserkabel, 225 Server und 4.500 PCs und Laptops und wird von 3.000 Technikern betreut.
Die offizielle Site der WinterspieleDer Online-Auftritt
Die offizielle Website der Olympischen Winterspiele 2002 in Salt Lake City wird von Microsofts MSN produziert.
Für die Site werden innerhalb von zwei Wochen mindestens 15 Millionen verschiedene Besucher erwartet. Damit wurden die Erwartungen zunächst auf die Besucherzahl von Sydney reduziert, wo allerdings von wesentlich mehr Besuchern ausgegangen worden war [35 Millionen].
Die aktuelle Olympia-Site fand aber nach Usability-Kriterien wenig Gnade vor dem kritischen Auge Jakob Nielsens:
Keine Medaille für OlympiaSponsoren-Hits
Mindestens für die Hauptsponsoren auf der offiziellen Site hat sich das Engagement nach Zahlen von Jupiter Media Metrix schon gelohnt.
General Motors konnte bisher einen Anstieg der täglichen Besucher auf seiner eigenen Site um 88 Prozent auf 70.700 verzeichnen und Qwest immer noch einen Anstieg um 54 Prozent auf 84.000.
Olympia als Netz-EreignisDer Hauptsponsor
SchlumbergerSema ist ein IT-Dienstleister, die Wurzeln des Unternehmens liegen aber in der Energiewirtschaft. Weltweit werden 30.000 Mitarbeiter in 130 Ländern beschäftigt.
Neben IT-Consulting für den Energie-, Finanz- und Telekommunikationsbereich ist SchlumbergerSema vor allem im Bereich elektronischer Zahlungsmittel aktiv, hier wird von den Smartcards über die Terminals bis zur Transaktionsabwicklung das ganze Leistungsspektrum abgedeckt.
SchlumbergerSema
