24.01.2002

NAPSTER

Wieder einmal Einigung in Sicht

Das US-Bundesgericht in San Francisco hat einem Antrag auf Unterbrechung des Verfahrens gegen Napster stattgegeben.

Der Antrag wurde von vier [AOL Time Warner, BMG, Vivendi Universal und Sony] der fünf großen Musikkonzerne - EMI lehnte eine Unterstützung ab -gestellt und von Napster unterstützt.

Die Entscheidung der Richterin Marilyn Patel sieht eine Suspendierung des Verfahrens für nur 30 Tage vor, stellt aber gleichzeitig eine Wende in der Strategie der Musikindustrie dar.

Labels sichern Songs für eigene Services

Der Launch eigener Online-Musikservices und die zähen Lizenzverhandlungen der Musikindustrie mit Napster legen immer mehr den Verdacht nahe, dass die großen Musikunternehmen "nicht im guten Glauben" verhandeln.

Napster erhebt den Vorwurf, dass die großen Labels ihr Musikrepertoire in Wirklichkeit für ihre eigenen Services sichern wollen und die Verhandlungen daher verzögern.

Einigung in Sicht

Napster-Chef Konrad Hilbers ist nun optimistisch, dass der Rechtsstreit "in den nächsten Wochen zu einer raschen Lösung" geführt werde.

Auch Hilary Rosen, Präsidentin der RIAA [Recording Industry Association of America], anerkannte, dass Napster den Zugang zu seinem Angebot limitiert hat, und hält eine Einstellung des Verfahrens für möglich.