Wieder einmal Einigung in Sicht
Das US-Bundesgericht in San Francisco hat einem Antrag auf Unterbrechung des Verfahrens gegen Napster stattgegeben.
Der Antrag wurde von vier [AOL Time Warner, BMG, Vivendi Universal und Sony] der fünf großen Musikkonzerne - EMI lehnte eine Unterstützung ab -gestellt und von Napster unterstützt.
Die Entscheidung der Richterin Marilyn Patel sieht eine Suspendierung des Verfahrens für nur 30 Tage vor, stellt aber gleichzeitig eine Wende in der Strategie der Musikindustrie dar.
Napster startet erste Testphase
Napster startet den Betatest seiner neuen kostenpflichtigen
Tauschbörse. Testen dürfen 20.000 interessierte User, die von
Napster aus über zwei Millionen Anfragen zufällig ausgewählt wurden.
Lebenszeichen von NapsterLabels sichern Songs für eigene Services
Der Launch eigener Online-Musikservices und die zähen Lizenzverhandlungen der Musikindustrie mit Napster legen immer mehr den Verdacht nahe, dass die großen Musikunternehmen "nicht im guten Glauben" verhandeln.
Napster erhebt den Vorwurf, dass die großen Labels ihr Musikrepertoire in Wirklichkeit für ihre eigenen Services sichern wollen und die Verhandlungen daher verzögern.
Musikindustrie buhlt um Napster-User
Mit dem neuen Online-Angebot Pressplay wollen nun auch Sony und
Vivendi Universal Music das Kundenpotenzial der inzwischen
abgeschalteten Tauschbörse Napster nutzen und Musik über das
Internet verkaufen.
PressplayEinigung in Sicht
Napster-Chef Konrad Hilbers ist nun optimistisch, dass der Rechtsstreit "in den nächsten Wochen zu einer raschen Lösung" geführt werde.
Auch Hilary Rosen, Präsidentin der RIAA [Recording Industry Association of America], anerkannte, dass Napster den Zugang zu seinem Angebot limitiert hat, und hält eine Einstellung des Verfahrens für möglich.
