IT-Rally an den Weltbörsen
Gute Nachrichten der U.S. Semiconductor Industry Association kamen noch hinzu, nachdem die Branche auf die Ankündigung von Hynix, das Preis-Dumping bei DRAMs einzustellen bereits sehr postiv reagiert hatte.
Das Ergebnis war heute eine Rally von Telekom-Ausrüstern und Hardware-Produzenten an den europäischen Börsen, die Wallstreet folgte nach.
Die Kurse von Intel legten am Donnerstag um 2,52 Dollar oder 7.64 Prozent zu, die Aktie der Speicherspezialisten von EMC waren das am meisten gehandelte Papier an der Wall Street und stiegen ebenfalls stark an.
Oracle stiegen um 9,75 Prozent auf über fünfzehn Dollar, auch Cisco konnte mit 7,96 Prozent eine der höchsten Zuwachsraten verbuchen. Dahinter kamen Hewlett Packard [plus 6,05] und Dell [plus 5,56].
Dow und Nasdaq
Der Dow erreichte seinen höchsten Stanmd seit 28. August 2001,
Die Nasdaq-Index schloss knapp über der der 2000 Punkte Grenze mit
einem Plus von 3,3 Prozent.
Der Auslöser - Hynix erhöht DRAM-Preise um 30 ProzentARM und Alcatel
Die Rally in Europa gewinnt dadurch an Bedeutung, dass sie mit einer länger erwarteten Erklärung der Europäischen Zentralbank zusammenfällt. Die Leitzinsen blieben unverändert, hieß es, den Börsianern war diese an sich schlechten Nachrichten offenbar egal.
Die britischen Chip-Designer ARM Holdings und die französische Alcatel schossen um jeweils mehr als neun Prozent nach oben.
Zu letztgenanntem Höhenflug trug die nicht ganz überraschende Ankündigung von France Telecom bei, die Partner Alcatel/Lucent als globale Lieferanten für ihre DSL-Netze auszuwählen.
Einen der Gründe für den überraschend ausgebrochenen Optimismus nannte ein Analyst von Schroder Salomon Smith Barney. Viele Investoren glaubten, dass ein zyklischer Aufwärtstrend im Halbleiter-Geschäft den übrigen IT-Sektor nachziehen werde und ein gesamtökonomischer Aufschwung die Folge sein könnte.
Der Anfang des AufschwungsSTM, Infineon, Nokia und Ericsson
Ericsson und Nokia kamen auf Zuwächse von jeweils über sechs Prozent, der holländische Chip-Erzeuger ASML legte gar 8,5 Prozent zu, obwohl gleichzeitig bekannt wurde, dass Nikon eine Klage wegen Conpyright-Verletzungen gegen ASML eingereicht hatte.
STMicrolelectronics [Frankreich/Italien] und die deutsche Infineon legten 5,6 beziehungsweise 6,1 Prozent zu.
