03.01.2002

AUSGEDUMPT

Bildquelle: PhotoDisc

RAM-Speicher werden teurer

Die Ankündigung des südkoreanischen Produzenten Hynix, die Preise für Speicherchips erneut und signifikant zu erhöhen, zeigt Wirkung auf dem Markt

Unmittelbar nach Börsenstart in Frankfurt legte die Aktie von Infineon am Mittwoch um mehr als fünf Prozent zu und ging am Handelsende mit einem Plus von 5,88 Prozent aus dem Handel.

Für den von der Krise schwer getroffenen Speichermarkt ist dies das erste, signifikante Anzeichen einer Wende seit mehr als einem Jahr.

Für Einkäufer, ob einzeln oder en gros, bedeutet es steigende Preise für SDRAM -Chips. Der Preis für einen Standard-Riegel [256 MB, 100 MHz] ist seit 1999 um gut 80 Prozent gefallen.

Im freien Fall

Seit November 2000 befanden sich die Preise für DRAM in freiem Fall - bis sie Hynix im Dezember um 10 bis 20 Prozent erhöhte. Zu optimistische Prognosen der PC-Hersteller und die Krisen von Telekom- und IT-Industrie im Anschluss hatten die Preise in bis dahin unbekannte Tiefen stürzen lassen.

Nach Einschätzung diverser Marktbeobachter waren besonders die koreanischen Konzerne Hynix und Samsung für den Preisverfall verantwortlich.

Verluste, Verluste

Der Preisverfall bei den DRAM-Chips ist Hauptursache für die Verluste beim angeschlagenen Halbleiterhersteller Infineon und anderen Unternehmen der Branche.

Im vergangenen Jahr gehörte die Infineon-Aktie mit einem Minus von 42 Prozent auf knapp 23 Euro zu den größten Verlierern im DAX.