28.02.2001

0,13 MIKRON

Bildquelle: Stone

Intels Milliarden gegen die IT-Rezession

Die Zeichen in der Computerindustrie stehen im Vorfeld der weltgrößten Computermesse, der CeBIT, auf Sturm. Die Nachfrage nach Hi-Tech-Produkten in Deutschland und Europa wächst nicht so stark, wie sich die Hersteller erhoffen.

In den USA sind sogar deutliche Anzeichen einer Rezession sichtbar.

"Investitionsstopp wäre größter Fehler"

Intel werde für ein langfristiges Wachstum investieren, obwohl derzeit eine wirtschaftliche Unsicherheit vorherrsche, sagte Unternehmenschef Craig Barrett am Dienstag auf dem Intel Developer Forum in San Jose.

Der größte Fehler, den Unternehmen jetzt begehen könnten, sei ein Stopp der IT-Investitionen, meinte Barrett und rechnete den Konferenz-Teilnehmern vor, dass sich "die Investitionen durch Einsparungen selbst finanzieren" würden.

Performance-Probleme beim Pentium 4

Was die Fachleute auf dem Forum gebührend beeindruckte, wird jedoch auf das Brot-und-Butter- Geschäft des Chip-Giganten, den PC-Prozessor-Markt, wenig Einfluss haben.

Hier steht Intel vor einem schwierigen Wechsel vom Pentium III zum Nachfolgemodell. Paradoxerweise laufen manche bestehenden Software-Pakete auf dem neuen Pentium 4 langsamer als auf dem Vorläufer.

Außerdem hängen in Tests von Computerzeitschriften und Online-Diensten immer wieder AMD-Chips die Pentium-Prozessoren ab.

In 0,13 Mikron investieren

Größere Bedeutung für Intel werden die Bemühungen haben, die Produktivität der Chip-Fabriken zu steigern.

Ein großer Teil der Intel-Investition fließt in den Umstieg auf eine neue Kupfer-Prozesstechnik, die mit winzigen Leiterbahnen von 0,13 Mikron arbeitet.

Außerdem ist es Intel gelungen, die Silizium-Wafer von 20 auf 30 Zentimeter Durchmesser zu vergrößern. Damit kann die Zahl der Chips, die aus einem Wafer entstehen, um bis zu 225 Prozent gesteigert werden. Die Produktionskosten sinken dadurch um rund ein Drittel.