30.11.2005

ADSL, XDSL & CO.

Leichte Preissenkung der "letzten Meile"

Die Telekom Austria [TA] muss ihre Leitungen zum Endkunden künftig marginal billiger anbieten.

Statt 10,90 Euro monatlich zahlen die Mitbewerber des Ex-Monopolisten künftig 10,70 Euro monatliche Entbündelungsmiete für die "letzte Meile".

Das entschied die Telekom-Regulierungsbehörde RTR am MIttwoch in einem Maßnahmenentwurf zur Entbündelung von Telefonleitungen.

Diese Senkung kostet die TA jährlich rund 260.000 Euro an Umsatz - bei einem Jahresumsatz von 4,1 Mrd. Euro.

TA wollte 13,47, Alternative 6,74 Euro

Die alternativen Telekom- und Internet-Betreiber forderten im Vorfeld die Senkung der Gebühren auf 6,74 Euro.

Die TA wollte hingegen eine Steigerung der Gebühren auf 13,47 Euro durchsetzen und sah andernfalls den Infrastrukturausbau gefährdet.

RTR-Chef Georg Serentschy betonte, dass sich seine Behörde an die gesetzliche Vorgabe gehalten habe, und die sieht lediglich eine Beurteilung dessen vor, ob der Preis kostendeckend ist.

Angemessene Kollokationsmieten

Änderungen gibt es auch bei den Mietpreisen für Liegenschaften der TA, die sie den Mitbewerbern überlässt, damit diese die Entbündelungseinrichtung [Kollokation] unterbringen können.

Hier habe die TA in der Vergangenheit oft weit überhöhte Mieten verlangt, nun müsse sie sich am Immobilienpreisspiegel orientieren, so der Regulator.

Endgültige Entscheidung Anfang 2006

Der Maßnahmenentwurf wird nun den Betroffenen zur Begutachtung zugeschickt, im Jänner 2006 folgt dann der Bescheid. Die Regelung soll voraussichtlich ein Jahr gelten.

Die Betroffenen haben noch die Möglichkeit, beim Verwaltungsgerichtshof Einspruch zu erheben.