Die chronologische Wochenschau
Der frisch fusionierte und zweitgrößte Musikkonzern Sony BMG hat eine harte Woche hinter sich:
Bereits letzte Woche wurde bekannt, dass der vom Label in den USA eingesetzte Kopierschutz XCP für Musik-CDs sich einem Virus ähnlich unbemerkt auf dem Rechner einnistet und von dort nur schwer wieder zu vertreiben ist.
Diese Woche dann mehrten sich die Details dazu: Nicht nur verhindert der Kopierschutz zu viele Kopien, er leitet auch "Überwachungsdaten" an Sony BMG weiter.
Zudem öffnete er eine Hintertür für Angreifer, die diese prompt ausnutzten. Mit dem Erscheinen des ersten Schadprogramms stürzte das Plattenlabel prompt in ein PR-Debakel.
Während der Anbieter der ersten Kritik noch mit Unverständnis begegnete, verkündete das Label gegen Ende Woche schließlich, die Produktion von CDs mit dem Kopierschutz XCP "vorübergehend" und aus "Sicherheitgründen" einzustellen.
Sony BMG stoppt XCP-KopierschutzAuch dem Softwarekonzern Microsoft war keine all zu gute Woche beschieden: Zwar wurden neue Versionen der SQL Server und Visual Studio Software vorgestellt, doch MS-Chef Steve Ballmer zeigte sich mit dem Produktzyklus nicht zufrieden. Die Entwicklung [fünf Jahre] habe zu lange gedauert, so Ballmer.
Microsoft-Chairman und -Gründer Bill Gates forderte kurz darauf die MS-Mitarbeiter auf, ¿mehr zu tun¿, der Konzern stehe vor großen Veränderungen, so Gates, und die Konkurrenz sei groß.
Und zum Schluss riet das Marktforschungsinstitut Gartner Unternehmen jedoch dazu, den Umstieg auf das bereits seit längerem erwartete Betriebssystem Windows Vista noch einige Zeit hinauszuschieben und sich nicht vom Hype anstecken zu lassen.
Viele der Neuerungen in Vista beträfen den Sicherheitsbereich und könnten schon jetzt auch von Drittherstellern bezogen werden.
"Ignorieren Sie Vista bis 2008"
