07.10.2005

ENTWICKLUNG

EU will mehr für Roboter in Europa tun

Bis dato sei die Roboterforschung hauptsächlich ein Feld der akademischen Forschung und Wissenschaft, die Industrie sei nicht sehr präsent gewesen, meint Ulf Dahlsten, Director für Emerging Technologies und Infrastructures in der EU-Kommission.

Doch bis solche Forschungsprojekte Einfluss auf die Herstellung von Gebrauchsrobotern für den freien Markt haben, dauert es oft zehn bis 15 Jahre.

Zwar haben die 25 EU-Staaten laut Dahlsten 35 Prozent des Weltmarkts für Robotererzeugung, doch dieser Anteil falle immer mehr zu Gunsten Japans ab. Um dieser Entwicklung entgegenhalten zu können, will die Kommission eine neue Plattform ins Leben rufen.

Koordinierung der Entwicklungen

Diese soll den Firmen helfen, ihre Roboterforschung zu koordinieren und auf neue Märkte vorzudringen, wie etwa Sicherheit und Raumfahrt, so Dahlsten. Unter anderem ABB, EADS, BAE Systems und Philips sollen sich an der Initiative beteiligen.

Dahlsten meinte weiter, dass die Roboterentwicklung eine "Innovationsbeschaffung" brauche, die auch schon den Energiesektor und die Bereiche Sicherheit und Verteidigung angekurbelt habe, um weiter voranzukommen.

Die Robotertechnik sei nun in einer Phase, in der das auch hier passieren könne, so der EU-Vertreter.

Roboter als Haushälter

Laut einer UNO-Studie vom Oktober letzten Jahres sollen bereits ab 2007 Roboter durch Staubsaugen, Rasenmähen und Unterhaltung zunehmend den Alltag erleichtern.

Demnach waren Ende 2003 bereits 607.000 Roboter im Einsatz, der Großteil davon waren Robo-Staubsauger, die Zahl der Rasenmäher-Roboter stieg unterdessen auf 37.000.

Bis Ende 2007 sollen laut der Studie 4,1 Millionen Roboter in den weltweiten Haushalten mithelfen, neben dem Staubsaugen sollen die Bots dann auch zum Fensterputzen und Poolsäubern eingesetzt werden.