JoWooD muss ums Überleben bangen
Die Zukunft des heimischen Spieleherstellers hängt derzeit am seidenen Faden: Nach der Bekanntgabe der tiefroten Halbjahreszahlen verlor die Aktie satte 38 Prozent und stürzte auf unter 50 Cent ab.
Der ehemaliger australische Geschäftspartner Perception hat zudem einen Konkursantrag eingebracht.
In diesem geht es um eine Forderung von 19.000 Euro von Perception an JoWooD, während JoWooD umgekehrt über fünf Millionen von Perception einfordert. Ein Gericht muss nun die Liquidität des Unternehmens prüfen.
JoWooD - Investor RelationsDer diese Woche vermeldete Konzernverlust von JoWooD belief sich allein im ersten Halbjahr auf 16,4 Mio. Euro.
Kurssturz nach roten ZahlenAG weist negatives Eigenkapital auf
In einer Adhoc-Mitteilung teilte JoWooD mit, dass das Spiel "Stargate: SG1 - The Alliance" in der Bilanz abgeschrieben wurde. Daher weist die Einzelbilanz der JoWooD AG nun ein negatives Eigenkapital auf.
Das Management des Unternehmens gehe aber "von einer positiven Fortführungsprognose aus", so JoWooD.
Derzeit ist der steirische Spielehersteller auf der Suche nach ausländischen Investoren, die das Unternehmen mit mehreren Millionen Euro retten können.
Der Spielehersteller verhandelt zudem mit den Gläubigerbanken Erste Bank, Volksbanken und Raiffeisen über einen Schuldennachlass.
Zuletzt hatte es JoWooD 2003 mittels einer Kapitalerhöhung und der Zustimmung der Hausbanken zu einem umfassenden Finanzierungskonzept geschafft, das Unternehmen aus der Krise zu führen.
Jowood erklärt sich für gerettet
