10.08.2005

E-PLATES

Briten testen Funkchip-Nummerntafeln

Die britische Regierung testet derzeit Auto-Nummerntafeln mit integrierten Funkchips.

Über die RFID-Tags [Radio Frequency Identification] sind die Wagen-Identifikationsnummer und andere Daten aus einer Entfernung von über 90 Metern auslesbar.

In den USA, wo die Technik bereits zur Identifikation von Autos getestet wird, beobachtet man die britischen Untersuchungen genau.

Integrierte Batterien

Die "aktiven" Funkchips der britischen "E-Plates" verfügen über eingebaute Batterien, die es ermöglichen, die Daten über wesentlich größere Distanzen zu übertragen als die kleinen passiven Chips, die etwa in Handelsketten zur Kennzeichnung von Waren im Einsatz sind.

Aktive RFIDs wurden erst unlängst an US-Grenzübergängen zu Mexiko und Kanada eingeführt, welche die üblichen Grenzkontrollen ergänzen.

Dazu erhalten Einreisende ein Dokument mit einem eingeschweißten Funkchip. Dieses müssen sie bei der Ein- und Ausreise hinter die Windschutzscheibe ihres Fahrzeuges legen.

Kosten bremsen RFID-Durchdringung

"Wir sehen generell große Vorteile bei den E-Plates - von der Anmeldung und Versicherung bis zu Alarm- und Suchmeldungen", so Dike. Auch unerlaubte Änderungen oder Fälschungen würden so erschwert.

Doch die Chip-Kennzeichen kosten das Zehnfache der herkömmlichen Tafeln, und so wird es wohl noch einige Jahre dauern, bis die US-Behörden entsprechende Mittel freigeben und die Chiptafeln großflächig getestet werden können.

Datenschützer fürchten bei der Funkchip-Ausbreitung in alle Lebensbereiche in erster Linie eine Hintertür für etwaige Überwachungsmaßnahmen.