Funkchips für US-Ein- und -Ausreise
Das US-Ministerium für Heimatschutz will die Kontrollen an Grenzübergängen verschärfen und gleichzeitig automatisieren.
Neben dem lang angelegten Programm zur Verwendung von Funkchips in Pässen sucht das Ministerium ständig neue Möglichkeiten, die Ein- und Ausreise von Personen zu überwachen.
Jüngstes Projekt, das auch sogleich umgesetzt wird, ist die Installation von Funkchips in Autos. Diese sollen schon bald an gewissen Grenzübergängen zu Mexiko und Kanada Pflicht werden, so Bob Mocny vom Heimatschutzministerium.
Dokument mit eingeschweißtem Funkchip
Dazu erhalten Einreisende ein Dokument mit einem eingeschweißten
Funkchip. Dieses müssen sie bei der Ein- und Ausreise hinter die
Windschutzscheibe ihres Fahrzeuges legen.
USA: "Gewöhnt euch an Biometrie"Ausnahmen für Kanadier und Mexikaner
Die üblichen Überprüfungen an der Grenze werden dadurch nicht abgeschafft. Die Fahrer müssen in jedem Fall anhalten, erst wenn der Abgleich mit der Datenbank keine Auffälligkeiten ergibt, dürfen sie ohne Untersuchung weiterreisen.
Kanadier und Mexikaner werden von dem Programm ausgenommen. Das Programm wird allerdings für alle Einreisenden mit Visum Pflicht.
Gemischte Gefühle
Die American Civil Liberties Union [ACLU] kritisiert, dass
dadurch Bürgerrechte angegriffen würden - vor allem Reisende aus
Ländern der "Dritten Welt" wären betroffen. Die Canadian Race
Relations Foundation jedoch unterstützt das Vorhaben der
US-Regierung und ist der Meinung, dass durch die Vereinheitlichung
der Einreiseformalitäten Diskriminierungen an der Grenze auf Grund
von Hautfarbe oder Herkunft abnehmen würden.
Biometrie-Pässe noch "unausgereift"
