Ausweitung der Kennzeichenüberwachung
In Großbritannien sollen nach erfolgreichen Testversuchen rund 2.000 neue Kameras auf diversen Verkehrswegen installiert werden, um die Nummerntafeln der vorbeifahrenden Autos zu überprüfen.
Die britische Regierung will umgerechnet knapp 22 Mio. Euro für den Ausbau des Netzwerks beisteuern.
Wenn die Versicherung oder Maut nicht bezahlt, das Pickerl abgelaufen bzw. der Wagen als gestohlen gemeldet ist, schlägt das System Alarm.
Das System ist mit mehreren Datenbanken verknüpft, um die jeweiligen Kennzeichen nachzuschlagen. Stündlich können 3.600 Nummerntafeln überprüft werden.
Tests bereits seit 2003
Die Kamerasysteme für die so genannte automatic number plate
recognition [ANPR] werden bereits seit 2003 getestet. In einem Jahr
wurden mehr als 180.000 Fahrzeuge gestoppt und 13.500 Menschen
festgenommen.
Österreich: Videomautsystem wird ausgebaut50.000 Verwarnungen verschickt
Darüber hinaus wurden 50.000 Verwarnungen für kleinere Vergehen verschickt.
Hauptproblem ist derzeit die Aktualität der Datenbanken. So dauert es derzeit noch bis zu mehreren Wochen, bis beispielsweise Zahlungsstände aktualisiert werden. Gepaart mit Erkennungsproblemen betrug die Fehlerrate in der Vergangenheit bis zu 40 Prozent.
Darüber hinaus kommt es in der Praxis immer wieder zu Problemen, wenn der angehaltene Fahrer nicht gleichzeitig der Zulassungsbesitzer ist.
Mit GPS und Funkchips gegen AutodiebeMehr Kennzeichenfälschungen
Mit der ausgeweiteten automatischen Überprüfung der Kennzeichen wird auch erwartet, dass Kennzeichenfälschungen zunehmen werden. Diese sind aufgrund der in London eingeführten Einfahrtsmaut in Großbritannien bereits auf der Tagesordnung.
