Mit GPS und Funkchips gegen Autodiebe
Die texanische Polizei konnte letzte Woche unter Verwendung von GPS-Sendern einen groß angelegten Truck-Diebesring in Dallas ausheben.
Dafür wurde die Task Force für Autodiebstahl von CSI Wireless mit GPS-Geräten ausgestattet, die manuell angebracht wurden. Auf diesem Weg wurden gestohlene Lastwagen und Diebesgut im Wert von 2,7 Millionen Dollar sichergestellt.
Um eben solche Vorgänge durch Komplettüberwachung zu automatisieren und Fahrzeuge einfacher zu identifizieren und zu orten, sollen Auto-Kennzeichen in Großbritannien künftig mit Funkchips ausgestattet werden.
Hills Numberplates, Hersteller für Auto-Nummernschilder wird dafür in Zukunft Intelligent Long Range [ILR] RFID-Tags [Radio Frequency Identification] und -Lesegeräte von Identec Solutions verwenden.
Lückenlose Überwachung
In Großbritannien sorgte vergangenen Sommer die Ankündigung für Aufregung, dass die Regierung des am stärksten überwachten Landes Europas den Einsatz von Mikrochips in jedem Fahrzeug prüft.
Der Plan sieht vor, dass alle Autos über Sensoren, die flächendeckend am Straßenrand platziert werden sollen, überwacht werden.
Lückenlose Überwachung der AutofahrerProjekt "e-Plate"
Für das so genannte e-Plates-Projekt werden aktive [batteriebetriebene] RFID-Tags genutzt, die in die Nummernschilder eingebettet werden, um Fahrzeuge in Echtzeit zu identifizieren. Dadurch können Fahrzeuge, ob geparkt oder fahrend, zu jeder Zeit und unter allen Wetterbedingungen identifiziert werden.
Das System wird derzeit von einer Reihe Verwaltungen in Erwägung gezogen, und man hofft, dass e-Plate eines der von der britischen Regierung getesteten Mikro-Chip-Nummernschild-Systeme sein wird.
Das Projekt befindet sich seit drei Jahren in Entwicklung, die Kosten belaufen sich auf über eine Million Pfund.
Bedenken gegen RFIDs
Der Boom von Funkchips, die bald auch alltägliche Konsumgütern
markieren sollen, bereitet Datenschützern immer mehr Kopfzerbrechen.
Mit der Entwicklung eines "Data-Privatizer" will man nun den Bürgern
etwas Praktisches in die Hand geben, um ihre Privatsphäre gegen
Überwachung und Gefahren durch kommerzielle Datensammler zu
verteidigen.
Funkchip-Kontrolle für KonsumentenJedes Tag mit verschlüsselter ID
Jedes Tag hat eine verschlüsselte, eindeutige ID-Nummer, die zur Erkennung durch RFID-Lesegeräte übertragen wird. Ein einzelner RFID-Reader kann bei Geschwindigkeiten von bis zu 320 km/h und Reichweiten von bis zu 100 m gleichzeitig mehrere Tags lesen.
Das Reader-Netzwerk, das fest am Strassenrand installierte sowie portable Lesegeräte zur Verwendung in Überwachungsfahrzeugen umfasst, sendet die IDs in Echtzeit an ein Zentralsystem, wo sie mit den entsprechenden Fahrzeugdaten, wie Registrierungsnummer, Eigentümerdaten, Marke, Modell, Farbe und Steuer-/Versicherungsdaten, verglichen werden.
Der verschlüsselte Code soll das Erstellen von Fälschungen udn Kopien verhindern. Die e-Plates wurden weiters so entwickelt, dass sie zerbrechen, wenn jemand versucht, sie abzunehmen oder anderweitig zu verfälschen. Die Tags können auch so programmiert werden, dass bei dem Versuch, das Nummernschild abzunehmen, eine Warnung übermittelt wird.
