HP streicht jeden zehnten Arbeitsplatz
Die Jobs sollen in den kommenden 18 Monaten wegfallen, wie der Konzern am Dienstag in New York mitteilte. Weltweit arbeiten für HP rund 150.000 Menschen.
Der Jobabbau ist Teil eines drastischen Sparprogramms, mit dem der Konzern seine Kosten ab 2007 um jährlich 1,9 Milliarden Dollar [knapp 1,6 Milliarden Euro] senken will.
Hinter dem Sparprogramm steht der neue HP-Chef Marc Hurd. Hurd erklärte, damit könne HP nun sein "wahres Potenzial entfalten" und sich wieder stärker den Kundenwünschen zuwenden. Experten hatten mit dem Abbau von bis zu 25.000 Stellen gerechnet.
Spekulationen über einen größeren Umstrukturierungsplan bei HP hatte es gegeben, seit Hurd im März das Ruder von der geschassten Konzernchefin Carly Fiorina übernommen hatte. Das Unternehmen steht unter dem Druck der Anleger, seine Gewinnmarge zu erhöhen.
25.000 Arbeitsplätze bei HP wackelnÖsterreich "kaum betroffen"
Der Stellenabbau werde von Land zu Land variieren und richte sich nach örtlichen rechtlichen Vorschriften sowie Konsultationen mit den Betriebsräten und Arbeitnehmervertretern. Die Personaleinsparungen im Verkauf sollen minimal und in Forschung und Entwicklung geringfügig sein.
Die Mehrzahl der Stellenstreichungen entfalle auf Hilfsfunktionen wie Informationstechnologie sowie Personal und Finanzen. Hewlett-Packard will in den USA ein freiwilliges Ruhestandsprogramm für langjährige Mitarbeiter anbieten.
Die Österreich-Tochter sei von dem Stellenabbau kaum betroffen, sagte HP Österreich-Sprecherin Sonja Kölich am Dienstag. Man hoffe, die binnen der nächsten eineinhalb Jahre geforderten Stellenstreichungen über die natürliche Fluktuation spielen zu können, die aktuell bei zwei bis vier Prozent der Belegschaft pro Jahr liege.
HP beschäftigt in Österreich 808 Mitarbeiter [Stand Ende Oktober 2004].
HP Österreich gibt sich zuversichtlichCustomer Solutions Group schließt
Auch die Möglichkeiten zur Kosteneinsparung seien in Österreich eher gering, da es hier zu Lande kaum Mitarbeiter aus den betroffenen Bereiche wie Personal und Finanzen gebe, so Kölich.
Eine relevante Einsparungsmöglichkeit gebe es einzig bei der geplanten Eingliederung von Vertrieb und Marketing in die drei bestehenden Geschäftsbereiche. Details dazu sollen in den nächsten Wochen ausgearbeitet werden.
HP plant die Customer Solutions Group [CSG] als eigenständige Sparte zu schließen. Sie verkauft an Großunternehmen, mittlere und kleinere Firmen sowie Behörden.
