25.000 Arbeitsplätze bei HP wackeln
Beim US-Computer- und Druckerhersteller Hewlett-Packard [HP] könnte demnächst die Entlassung Tausender Mitarbeiter anstehen.
Wie das "Wall Street Journal" am Donnerstag unter Berufung auf einen mit der Situation Vertrauten berichtete, sollen am kommenden Dienstag Restrukturierungsmaßnahmen für das Unternehmen vorgestellt werden.
Die Zeitung zitierte Wall-Street-Analysten, die davon ausgehen, dass zwischen 5.000 und 25.000 Arbeitsplätze bedroht seien. Insgesamt beschäftigt Hewlett-Packard 150.000 Menschen.
Das Unternehmen lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab. Analysten sehen eine Kostensenkung als notwendig an, damit HP konkurrenzfähig bleibt.
HP-Chef Mark Hurd hatte bereits im Mai signalisiert, dass weitere Entlassungen zur Kostensenkung nötig würden.
Neuer HP-Chef trennt SpartenInvestition in Speicher und Geschäftskunden
Auch "Cnet" berichtet von möglichen Kündigungen auf Grund der geplanten Umstrukturierung, interne Quellen rechnen mit bis zu 15.000 Stellenstreichungen.
Laut Bericht sollen die Angestellten hinter ihrem neuen Chef Mark Hurd und den geplanten Maßnahmen stehen. Die Mitarbeiter würden positiv auf ihn reagieren und ihn respektieren.
Auch Änderungen im HP-Management werden laut "Cnet" erwartet. Anfang der Woche wurde bereits Randy Mott, früher CIO bei DELL, zum neuen CIO bei HP ernannt. Gilles Bouchard übernahm die Verantwortung für die weltweiten Tätigkeiten des Unternehmens.
Laut der zitierten Quelle soll in einigen Bereichen verstärkt investiert werden, darunter jene Abteilung, die großen Geschäftskunden bei der Integration der PC-Systeme hilft, sowie im Speichergeschäft.
Hurd folgte im März auf Carly Fiorina, die schlussendlich an der Compaq-Übernahme gescheitert ist.
Warum HP-Chefin Fiorina gehen mussteErste Maßnahmen bereits gesetzt
Bereits im Juni erfolgten die ersten Umstrukturierungen: HP-Chef Hurd trennte die erst kurz davor von Fiorina zusammengelegte PC- und Druckersparte wieder.
Das Druckergeschäft ist der profitabelste Bereich des Unternehmens. Er brachte im vergangenen Quartal 57 Prozent der Gewinne von Hewlett-Packard. Nach Dell ist HP der weltweit zweitgrößte PC-Hersteller.
Gerüchte um einen möglichen Verkauf der PC-Sparte dementierte das Unternehmen immer wieder. Analysten deuteten die Trennung der Sparten als Zeichen, dass HP vorerst an den PCs festhält.
