14.07.2005

SERIE, TEIL 2

Roaming gegen Urlaubshandy

Etwa zwischen 80 Cent bis 1,20 Euro kostet ein Anruf nach Österreich pro Minute aus den wichtigsten EU-Urlaubsländern, wenn ein österreichisches Handy verwendet wird. Für eingehende Anrufe werden zusätzlich Tarife von etwa 40 Cent aufwärts verrechnet.

Deutlich günstiger wird es nur, wenn man nachts mit A1 telefoniert. Ab 21 Uhr verrechnet die mobilkom während des Juli und August von Griechenland bis Spanien nur noch die Hälfte des Minutentarifs. Ähnliches gilt für einen T-Mobile Kunden, die einen "Worldclass Premium"-Tarif haben, was behinhaltet dass ein bestimmter Netzbetreiber im Zielland selbst auswählen, sie bezahlen 45 Cent.

Allen anderen zahlen bei T-Mobile mindestens 80 Cent, auch bei tele.ring und One oder "3" kommt man um den "Roaming-Euro" nicht herum. Zum einen fallen zu den 80 oder 90 Cent Roaming noch Einmalgebühren [meist 0,50 Euro] und Mehrwertsteuer an, One verrechnet dazu eine "Bearbeitungsgebühr" von 25 Prozent.

Für wen sich ein Urlaubshandy lohnt

Wer im Urlaub für ausgewählte Anrufer erreichbar sein muss, dafür aber nicht bezahlen will, tut gut daran, sich vor Ort ein Wertkartenhandy zu beschaffen.

Vor allem bei Reisegruppen, die sich am Urlaubsort koordinieren müssen, fallen im Roaming nicht unbeträchtliche Kosten an. Mit einem lokalen Anbieter telefoniert man so untereinander für ein paar Cent aufwärts, auf jeden Fall weit unter dem "Roaming-Euro".

Dasselbe gilt auch für Individualtouristen, wie etwa die "Insel-Hüpfer" in der Ägäis. Die notwendigen Telefonate für Fähr- und Flugverbindungen und Quartier kosten bei Handy-Betreibern wie Cosmote oder Vodafone nur wenige Cent.

Überblick über die Netzbetreiber

Die Vorab-Information über Tarife in Spanien etc. ist nicht ganz einfach, weil die Websites der meisten Mobilfunker in den europäischen Urlaubsländern meist nur ausreichend Informationen in der Landessprache bieten. Schließlich verdienen von der italienischen TIM bis zur Telefonica ja alle an den Roamingkosten maßgeblich mit.