Philips liefert Funkchips für Fußball-WM
Philips stattet nach einem Zeitungsbericht die 3,2 Millionen Tickets zur Fußballweltmeisterschaft 2006 mit Funkchips [RFID] aus.
Die Funktechnik Radio Frequency Identification soll die Tickets sicher gegen Fälschungen machen und den Schwarzhandel eindämmen, berichtet die "Financial Times Deutschland" [Freitag-Ausgabe].
Philips habe im März den Auftrag vom Weltfußballverband [FIFA] im März bekommen, berichtet die Zeitung unter Berufung auf Branchenkreise.
Die Fußball-WM ist die erste internationale Großveranstaltung mit einer elektronischen Zugangskontrolle. Wenn sich die Chips bewähren, könnten sie ihre Attraktivität für den Massenmarkt steigern.
Das Projekt gilt in der Halbleiterbranche als sehr prestigeträchtig. Die Kosten für einen Chip liegen der Zeitung zufolge bei rund zehn Cent. Daraus ergebe sich für Philips ein Umsatz von rund 320.000 Euro.
"Verwanzte Tickets" bei der Fußball-WMBereits im Praxistest
Bis dato ist noch nicht bekannt, welche Daten auf den Chips gespeichert werden sollen. Bei der Bewerbung für das Losverfahren um die Karten müssen die Fans aber bereits Daten wie Alter, Geschlecht, Nationalität und Adresse sowie die Ausweisnummer jedes Bewerbers bekannt geben.
Philips produziert auch die Funkchips für die EU-Reisepässe. Die "kontaktlosen ICs" nach der Industrienorm ISO 14443, wie die korrekte Bezeichnung lautet, kommen in immer mehr der großen europäischen Fußballstadien zum Einsatz.
Die von Philips Semiconductors Styria für den Personen-Nahverkehr entwickelte Lösung namens "MIFARE DESFire" wird vom PSV Eindhoven, Real Madrid, dem 1. FC Köln und anderen Klubs an Inhaber von Dauerkarten ausgegeben.
Testlauf für Reisepässe im Stadion
