Testlauf für Reisepässe im Stadion
Die "intelligenten", weil mit einem Funkchip ausgestatteten EU-Reisepässe der näheren Zukunft werden bereits seit längerer Zeit praktisch getestet.
Die "kontaktlosen ICs" nach der Industrienorm ISO 14443, wie die korrekte Bezeichnung lautet, kommen in immer mehr der großen, europäischen Fußballstadien zum Einsatz. Die von Philips Semiconductors Styria für den Personen-Nahverkehr entwickelte Lösung namens "MIFARE DESFire" wird vom PSV Eindhoven, Real Madrid, dem 1. FC Köln und anderen Klubs an Inhaber von Dauerkarten ausgegeben.
Strukturell und vom Ablauf her sind das Betreten eines geschlossenen Bereichs bzw. eine Passkontrolle zwei sehr ähnliche Vorgänge. Der Inhaber wird durch maschinelles Einlesen des Chips identifiziert und darf daann die Sperre passieren. Statt zur Speicherung von JPEG-Fingerabdrücken oder elektronischer Visa wird der Speicherplatz für die Abwicklung von Zusatz-Services mit bargeldloser Bezahlung im Stadion genutzt.
Die in Gratkorn entwickelten Nahbereichs-Funkchips oder "kontaktlosen sicheren Smartcards" haben Triple-DES-Verschlüsselung direkt in der Hardware integriert. In den nächsten Serien wird auch der starke AES-Algorithmus zum Einsatz kommen. In den Bereichen Nahverkehrssysteme und Ticketing ist Philips mit 80 Prozent Anteil laut eigenen Angaben haushoher Weltmarktführer.
Funkchips mit starker Verschlüsselung100.000 Smartcards für die NASA
Seit Mitte des Jahres 2004 läuft ein Feldversuch im Marshall-Raumfahrtzentrum der NASA mit 2.000 Mitarbeitern. Nach erfolgreichem Abschluss des Probebetriebs plant die NASA noch vor Ende des Geschäftsjahres 2005 ihre Lieferanten und Regierungsangestellten mit mehr als 100.000 Smart Cards auszustatten.
Die nächste Generation der mit biometrischen Merkmalen versehenen "Common Access Card" des US-Verteidigungsministeriums, die an alle Mitglieder der Streitkräfte ausgegeben werden, ähnelt verblüffend den Spezifikationen, die für Europas Pässe gelten sollten.
Etwa eine halbe Million an Biometrie-Zugangskarten mit kontaktlosen Chips, die nicht nur das Betreten von Dienst- und Sperrbereichen, sondern auch das Einloggen in militärische Kommunikationssystem regeln, stehen in den USA für ein Upgrade mit 64k-Chips an.
Das System ist in verschiedenen Varianten bereits seit Jahren im Einsatz und vielfältig dokumentiert.
Die Biometrie-Abteilung des Pentagon
