Gemischter Jahresausblick für IT-Branche
Der Ausblick für das Jahr 2005 fällt für die IT-Branche gemischt aus. Während die Chip-Hersteller vor einem schwierigen Jahr stehen, sieht es für den PC- und Handy-Markt rosiger aus. Das Wachstum wird sich fortsetzen, wenn auch in geringerem Ausmaß als im abgelaufenen Jahr.
Der weltweite Chipmarkt schließt das Jahr 2004 nach Berechnungen der Marktforscher mit einer Wachstumsrate von 24,4 Prozent ab. Der Gesamtumsatz der Halbleiterindustrie wird sich demnach auf 226,6 Mrd. Dollar belaufen.
Im kommenden Jahr soll sich der Chipmarkt deutlich abkühlen und nur noch um 4,7 Prozent auf 237,1 Mrd. Dollar wachsen.
Grund für die düstere Prognose sind die vollen Lager der Chiphersteller sowie die geringer als erwartet ausfallende Nachfrage der Elektronikhersteller. Mit einem zweistelligen Marktwachstum rechnen die Marktforscher erst wieder für das Jahr 2007.
Vor allem die europäischen Chipbäcker werden sich für den weiteren Verlauf des Abschwungs in der Halbleiterbranche warm anziehen müssen.
Schwere Zeiten für Europas ChipbrancheZehn Prozent Wachstum am PC-Markt
Der PC-Markt wird dagegen auch im kommenden Jahr auf Wachstumskurs bleiben. Nach Berechnungen der Marktforscher von IDC sollen 2005 weltweit rund zehn Prozent mehr PCs als in diesem Jahr verkauft werden.
Demnach sollen im kommenden Jahr mehr als 195 Millionen Rechner verkauft werden. Der Warenwert steigt laut IDC um 3,9 Prozent auf 201 Milliarden Dollar an. In diesem Jahr sind IDC zufolge rund 176 Millionen PCs verkauft worden. Das entspricht einem Plus von 14,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Wachstumstreiber war die Nachfrage aus dem Business-Bereich, während das Privatkundensegment schwächelte.
Drei der zehn führenden Computer-Hersteller werden bis 2007 nach Einschätzung des Marktforschungsinstituts Gartner ihr Geschäft aufgeben müssen. Gründe seien sinkende Margen und das geringere Wachstum des Marktes, so Gartner.
Konsolidierung bei PC-HerstellernEinstelliges Wachstum bei Handys
Der Handymarkt ist 2004 um mehr als 20 Prozent auf bis zu 650 Millionen verkaufte Handys gewachsen.
Für das kommende Jahr gehen die Analysten jedoch von einem Abflauen des Boom-Marktes aus und rechnen mit Wachstumsraten im einstelligen Prozentbereich.
Der Chef des finnischen Handyriesen Nokia, Jorma Ollila hält dagegen an seiner Wachstumsprognose von zehn Prozent fest. Das Wachstum könne sogar höher ausfallen, wenn die Verkäufe von 3G-Handys im Laufe des kommenden Jahres anziehen, so Ollila.
Auf dem Handy-Markt wird ein Umbruch erwartet: Angesichts des harten Wettbewerbs aus Asien sowie hausgemachter Probleme stehen die Handysparten von Siemens und Motorola Analysten zufolge nämlich vor einem schweren Jahr.
Umbruch auf dem Handy-Markt erwartet
