16.12.2004

IN JAPAN

Wettlauf um schnellsten Roboter

Hondas Vorzeige-Roboter "Asimo" war in den letzten vier Jahren in aller Welt unterwegs: Er läutetet die Glocke zur Eröffnung der New Yorker Börse, traf den spanischen König oder begleitete als Botschafter des guten Willens den japanischen Premieminister nach Prag.

Nun hat der zweibeinige Roboter im Raumfahreranzug ein wesentliches Update erhalten.

Das um einige Zentimeter gewachsene neue Asimo-Modell kann nun mit Personen interagieren, um Hindernisse herumsteuern und annähernd ähnlich laufen wie ein Mensch: abfedern, abstoßen, für Sekundenbruchteile schweben und dann aufsetzen.

Einsatz im Haushalt und Büro

"Wir wollen, dass er sich in Zukunft in und Haushalten nützlich machen kann," erklärte Toyota-Manager Takanobu Ito am Mittwoch Abend bei der Vorstellung der neuen Asimo-Generation. "Jetzt kann er endlich in einem Tempo gehen, bei dem er anderen nicht mehr im Weg steht."

Die Umsetzung dieses Ziels sei bis 2010 vorstellbar.

In der mittlerweile zwölften Asimo-Generation wurde das Gehtempo von 1,6 auf 2,5 Kilometer pro Stunde erhöht. Im neuen Laufschritt schafft er drei Kilometer pro Stunde.

Der nun 130 Zentimeter hohe und 54 Kilogramm schwere Roboter kann zwar noch keine Yoga-Übungen durchführen, Hüftschwung und Daumenbeweglichkeit wurden jedoch neu eingeführt.

Denkender Roboter in weiter Ferne

Zwar können sich nun Roboter bereits relativ gut und behende fortbewegen und werden mittlerweile von der Haushaltshilfe bis hin zum Entschärfen von Minen eingesetzt, von Intelligenz sind alle Exemplare bis dato jedoch noch weit entfernt.

Die Gefahr eines autonom handelnden Roboters sehen Experten auch in nächster Zeit noch nicht auf uns zukommen.