Wettlauf um schnellsten Roboter
Hondas Vorzeige-Roboter "Asimo" war in den letzten vier Jahren in aller Welt unterwegs: Er läutetet die Glocke zur Eröffnung der New Yorker Börse, traf den spanischen König oder begleitete als Botschafter des guten Willens den japanischen Premieminister nach Prag.
Nun hat der zweibeinige Roboter im Raumfahreranzug ein wesentliches Update erhalten.
Das um einige Zentimeter gewachsene neue Asimo-Modell kann nun mit Personen interagieren, um Hindernisse herumsteuern und annähernd ähnlich laufen wie ein Mensch: abfedern, abstoßen, für Sekundenbruchteile schweben und dann aufsetzen.
Sonys Roboter hinkt hinterher
Zwar läuft auch der zweibeinige "Qrio" von Sony, doch beim
Bewegungsablauf hinkt der Roboter-Kollege noch hinterher. Er stößt
sich nicht ab und schafft gerade einmal 0,84 Stundenkilometer.
Sonys Prestigeprojekt lernt laufenEinsatz im Haushalt und Büro
"Wir wollen, dass er sich in Zukunft in und Haushalten nützlich machen kann," erklärte Toyota-Manager Takanobu Ito am Mittwoch Abend bei der Vorstellung der neuen Asimo-Generation. "Jetzt kann er endlich in einem Tempo gehen, bei dem er anderen nicht mehr im Weg steht."
Die Umsetzung dieses Ziels sei bis 2010 vorstellbar.
In der mittlerweile zwölften Asimo-Generation wurde das Gehtempo von 1,6 auf 2,5 Kilometer pro Stunde erhöht. Im neuen Laufschritt schafft er drei Kilometer pro Stunde.
Der nun 130 Zentimeter hohe und 54 Kilogramm schwere Roboter kann zwar noch keine Yoga-Übungen durchführen, Hüftschwung und Daumenbeweglichkeit wurden jedoch neu eingeführt.
Auch versteht Asimo 50 verschiedene japanische Phrasen und kann Gegenstände erkennen, Menschen begrüßen, Stufen erklimmen und auf Zuruf kommen.
Asimo in ActionAuch in die Hall of Fame hat es Asimo schon geschafft. Dieser Ehre teilhaftig werden nicht nur Bots, die besondere technische Fähigkeiten haben, sodern auch solche, die als "Persönlichkeit" einen bleibenden Einfluss auf Science-Fiction und Popkultur ausgeübt haben.
Fünf Robots werden unsterblichDenkender Roboter in weiter Ferne
Zwar können sich nun Roboter bereits relativ gut und behende fortbewegen und werden mittlerweile von der Haushaltshilfe bis hin zum Entschärfen von Minen eingesetzt, von Intelligenz sind alle Exemplare bis dato jedoch noch weit entfernt.
Die Gefahr eines autonom handelnden Roboters sehen Experten auch in nächster Zeit noch nicht auf uns zukommen.
Die Schwierigkeit liegt darin, einen Roboter zu bauen, der sich an moralische Grundsätze und gesellschaftliche wie gesetzliche Regeln hält.
Der lange Weg zum denkenden Roboter
