03.08.2004

"I, ROBOT"

Der lange Weg zum denkenden Roboter

Während im Film "I, Robot" die Menschheit im Jahre 2035 gegen angriffslustige Roboter kämpft, ist die aktuelle Roboterentwicklung von solchen Szenarien noch weit entfernt.

Zwar können sich Roboter wie Sonys "Qrio" bereits relativ gut und behende fortbewegen und werden mittlerweile von der Haushaltshilfe bis hin zum Entschärfen von Minen eingesetzt, von echter Intelligenz ist bei diesen Maschinen bis dato jedoch nur wenig zu bemerken.

Die Gefahr eines derart autonom handelnden Roboters sehen Experten auch in nächster Zeit noch nicht auf uns zukommen. Die Schwierigkeit liege darin, einen Roboter zu bauen, der die von Isaac Asimov aufgestellten Regeln versteht, so Alan Bundy vom Artificial Intelligence Institute in Edinburgh. Davon seit der aktuelle Stand der Technik weit entfernt.

Asimovs Gesetze überholt

Einfache Sicherheitsmaßnahmen seien zwar bereits ein entscheidender Teil beim Design von Industrierobotern. Diese seien aber kaum mit Asimovs Gesetzen vergleichbar, welche die Wissenschaft zudem bereits für überholt hält.

Asimovs Gesetze seien für die Robotertechnik so relevant wie Blutegel für die moderne Medizin, meint etwa Steve Grand, Gründer der britischen Firma Cyberlife Research. Sie kämen aus einer Zeit, als man davon ausging, dass Intelligenz als eine Reihe von logischen Aussagen programmierbar ist.

Das größte Problem sei, dass bis heute die dem menschlichen Hirn zu Grunde liegenden Arbeitsweisen immer noch nicht ausreichend erforscht sind. Für Grand besteht ein möglicher Weg, denkende Roboter zu bauen, darin, ihnen wie kleinen Kindern etwas beizubringen.