01.12.2004

WELTWEIT

Neuordnung für den Handymarkt

Das dritte Quartal hat für die Handyhersteller nicht nur ein deutliches Umsatzplus gebracht, sondern auch eine neue Rangordnung.

Nach einem aktuellen Bericht des US-Marktforschers Gartner hat der südkoreanischer Hersteller Samsung erstmals den US-Hersteller Motorola von Platz zwei verdrängt, die ebenfalls südkoreanische LG Electronics ließ das Joint Venture Sony Ericsson hinter sich und rückte auf Platz fünf vor. Nokia konnte leicht zulegen und bleibt weiter auf Platz eins, während Siemens auf dem vierten Platz verbleibt.

In Summe wurden im dritten Quartal weltweit 167,1 Millionen Handys verkauft, davon hält Nokia derzeit 30,9 Prozent, Samsung 13,8, Motorola 13,4, Siemens 7,6, LG 6,7 und Sony Ericsson 6,4 Prozent.

Damit hat Samsung im Vergleich zum Vorjahresquartal um fast drei Prozent zugelegt, während Motorola über ein Prozent verlor.

Profit von Kamerahandys

Haben dieses Jahr noch alle Hersteller vom Boom profitiert, könnte sich nächstes Jahr das Blatt jedoch wieder wenden.

Zwar ist die Marktführerschaft von Nokia mit einem Vorsprung von über 17 Prozent für Samsung derzeit unanfechtbar, doch wenn wie vorhergesagt das Wachstum 2005 auf fünf bis zehn Prozent fällt, könnten Hersteller wie Siemens wieder verlieren.

Sowohl Nokia als auch Motorola und Siemens zeigen im Vergleich zum Vorjahr einen deutlichen Abwärtstrend., während Hersteller wie klarerweise Samsung und LG, aber auch Sony Ericsson im Jahresvergleich zulegen konnten.

Derzeit treibt noch das Geschäft mit Kamerahandys weltweit den Absatz, in allen großen Regionen wie Asien, Europa und den USA legten die Handyverkäufe gegenüber dem zweiten Quartal 2004 [156,4 Millionen] und dem Vorjahresquartal [132,8 Millionen] zu.