Handymarkt soll um zehn Prozent wachsen
Der weltweite Markt für Mobiltelefone wird nach Einschätzung des Branchenführers Nokia im kommenden Jahr um rund zehn Prozent wachsen.
Auch der Markt für Infrastruktur werde in Euro gerechnet moderat zulegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Helsinki mit. Für seine wichtigsten Sparten Mobiltelefone und Netzwerke setzte Nokia Ziele, die ein "etwas stärkeres" Wachstum im Vergleich zum Gesamtmarkt vorsehen.
Dabei soll die Handy-Sparte innerhalb von zwei oder drei Jahren eine operative Gewinnspanne von 17 bis 18 Prozent erreichen. Im Netzwerkgeschäft soll innerhalb dieses Zeitraums eine Spanne von 14 Prozent erreicht werden.
Klappbare Handys als Verkaufshit
"Nokia will seine Wettbewerbsfähigkeit erhöhen, indem das
Unternehmen seine Produktpalette erweitert und 2005 annähernd 40
neue Mobiltelefone auf den Markt bringt", erklärte das Unternehmen.
Bis zum vierten Quartal des kommenden Jahres sollen neue Modelle und
zusammenklappbare Mobiltelefone rund die Hälfte des gesamten
Umsatzes ausmachen.
Nokia strebt 40 Prozent Marktanteil anWeniger Investitionen in Forschung
Für dieses Jahr wurde ein Anteil von 19 Prozent erwartet. "Das ist gegenüber heute eine große Verbesserung, nicht zu reden gegenüber der Situation Anfang 2004", sagte Olli-Pekka Kallasvuo, Chef der Nokia-Handy-Sparte.
Das Unternehmen kündigte außerdem an, seine Investitionen in Forschung und Entwicklung bis Ende 2006 auf neun bis zehn Prozent des Nettoumsatzes zurückfahren zu wollen. Vergangenes Jahr waren dafür noch 13 Prozent aufgewendet worden.
Die Aktien von Nokia gaben am Donnerstag in Helsinki 1,5 Prozent auf 12,18 Euro ab.
Marktanteil leicht ausgebaut
Nokia konnte im dritten Quartal 2004 laut einer aktuellen
In-Stat-Analyse seinen Marktanteil wieder leicht auf 31,2 Prozent
ausbauen - das sind allerdings immer noch weniger als im
Vorjahres-Vergleichsquartal.
Südkoreas Handyhersteller holen aufZuwächse dank Preiskürzungen
Die Zuwächse werden vor allem durch Preiskürzungen erklärt. In Westeuropa konnte das Unternehmen zulegen, in Nord- und Südamerika wurden Marktanteile abgegeben. Auf Platz zwei und drei finden sich Motorola und Samsung.
