Die IT-Woche im Überblick

09.02.2008

Das Übernahmeangebot von Microsoft für Yahoo sorgt weiterhin für Aufregung, Fäkalienspuren in einer deutschen Bank lösen einen kleinen Überwachungsskandal aus, in Wien fand die IT- und Telekomfachmesse ITnT statt, und das Daten-Roaming wird billiger - das war die IT-Woche von 3. bis 9. Februar.

Zwei Tage nach Bekanntwerden des Microsoft-Übernahmeangebots für Yahoo bot der Suchmaschinenmarktführer Google am vergangenen Sonntag an, dem Konkurrenten Yahoo gegen die von Microsoft geplante Übernahme beizustehen. Seither wird darüber spekuliert, ob Yahoo sein Online-Werbe- und -Suchgeschäft an Google auslagern könnte, um der Übernahme durch Microsoft zu entgehen.

Gegenangebote zu Microsofts Offert von rund 45 Milliarden Dollar [30 Mrd. Euro] sind bis zum Wochende nicht eingelangt. Externe Yahoo-Berater empfahlen dem Unternehmen am Freitag, das Angebot anzunehmen. Im Yahoo-Verwaltungsrat sind die Meinungen geteilt. Dort wird auch darüber nachgedacht, wie Microsoft zu einem höheren Angebot bewegt werden könnte.

Kackspuren und Überwachungskameras

Fäkalienspuren in der Stuttgarter Volksbank riefen vergangene Woche Datenschützer auf den Plan. Die Bank ermittelte per Videoüberwachung eine Kundin und stellte ihr die Reinigungskosten in Rechnung. Ihre kleine Tochter soll das Foyer der Bank verschmutzt haben, argumentierte das Geldinstitut.

Die Aufsichtsbehörde für Datenschutz im Stuttgarter Innenministerium bezweifelte die Rechtmäßigkeit des Vorgehens. Überwacht werden dürften öffentlich zugängliche Räume nur zur Wahrnehmung berechtigter Interessen für konkret festgelegte Zwecke, hieß es.

ITnT in Wien

Von Dienstag bis Donnerstag fand in Wien die IT- und Telekomfachmesse ITnT statt. Dort waren 440 Unternehmen vertreten. Insgesamt wurden mehr als 17.000 Besucher gezählt.

Themen auf der Messe waren unter anderem die Bürgerkarte und Glasfaseranbindung der heimischen Haushalte.

EBay verärgert Verkäufer

Eine Änderung des Bewertungssystems sorgte bei US-Nutzern der Online-Auktionsplattform eBay für Aufregung. Weil Käufer nach einer im Mai in Kraft tretenden Änderung des eBay-Bewertungssystems keine negativen Bewertungen über Käufer abgeben dürfen, drohen sie mit Streik und Klagen.

EBay rechtfertigte das Vorgehen mit Zunahmen von "Rachebewertungen" seitens der Verkäufer. In Österreich wird das neue Bewertungssystem voraussichtlich ab Juni gelten, teilte eine eBay-Sprecherin mit.

Nokia soll Subventionen zurückzahlen

Die geplante Schließung des Bochumer Nokia-Werks sorgt in Deutschland seit Wochen für Schlagzeilen. Am Mittwoch forderte das Land Nordrhein-Westfalen vom finnischen Mobilfunkhersteller Subventionen in Höhe von rund 41 Millionen Euro zurück.

Nokia habe die zugesagte Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze im Bochumer Werk seit dem Jahr 2002 unterschritten, lautete die Begründung. Nokia zeigte sich über die Rückforderung "erstaunt".

Weniger Geld für Daten-Roaming

Die Internet-Nutzung im Ausland ist im Vergleich zu den heimischen mobilen Breitbandangeboten immer noch verhältnismäßig teuer.

Die Mobilfunker arbeiten nun an neuen Angeboten und wollen damit einer EU-Regulierung zuvorkommen. "3" preschte am Donnerstag vor.

Mobile Musik im Fokus

Am Donnerstag fand an der Donau-Universität Krems der erste Austrian Mobile Music Day statt. Dort wurde der heimische mobile Musikmarkt untersucht. Der hat die breite Masse noch nicht wirklich erreicht.

Ein Grund dafür könnten nach Expertenmeinung die vergleichsweise hohen Preise für die mobilen Downloads sein.

Was sonst noch geschah: