Virgin will Weltraumtourismus ankurbeln
Die britische Fluggesellschaft Virgin Group will ab 2007 Weltraumflüge für Touristen anbieten. Die Flüge für Gruppen von jeweils bis zu fünf Passagieren sollen etwa drei Stunden dauern, kündigte der britische Milliardär und Virgin-Chef Richard Branson am Montag an.
Die Weltraumreisenden könnten dabei rund 100 Kilometer über der Erde in die Schwerelosigkeit abheben. "Das könnte uns bis zu 100 Millionen Dollar an Investitionen kosten", sagte Branson. Der Preis für ein Ticket ins All soll sich auf rund 198.600 Dollar belaufen.
Das neue Unternehmen Virgin Galactic rechnet in den ersten fünf Jahren mit etwa 3.000 Passagieren. Der Abflughafen soll in den USA liegen.
Private Mars-Mission
Der deutsche Verein "Amsat" aus Wissenschaftlern, Ingenieuren und
Technikern plant bis zum Jahr 2009 einen Forschungsflug zum Mars.
Die Gruppe will einen Satelliten sowie eine Sonde zum
Nachbarplaneten der Erde schicken, um zu beweisen, dass auch private
Organistionen in der Lage sind, einen Weltraumflug zu bewältigen.
Private Mars-Mission bis 2009"SpaceShipOne" als Prototyp
Branson hat den Konstrukteur Burt Rutan und den Mitbegründer des Softwarekonzerns Microsoft , Paul Allen, für das Projekt gewonnen.
Der US-Milliardär Allen finanzierte zuvor den ersten privaten bemannten Weltraumflug. Das von Rutan entworfene Raumschiff "SpaceShipOne" hatte am 21. Juni als erstes privat finanziertes Raumflugzeug eine Höhe von rund 100,1 Kilometer und damit den Rand des Weltalls erreicht.
Branson sagte, er plane den Bau von fünf Raumschiffen, die eine Flughöhe von 130 Kilometern erreichen sollen. Diese sollen vom "SpaceShipOne" aus starten, das von einem Trägerflugzeug mit dem Namen "White Knight" in die Höhe befördert wird, wo dann die Raketen ihre eigenen Triebwerke zünden.
Rutan war bereits als Konstrukteur der Voyager-Schiffe in die Geschichte der Raumfahrt eingegangen. Die Voyager konnten als erste Maschinen die Erde ohne Wiederauftanken umkreisen.
Nächster Start am 29. September
"SpaceShipOne" wird am 29. September in der kalifornischen
Mojave- Wüste erneut starten, um den mit 10 Millionen USD dotierten
"Ansari X Preis" zu gewinnen.
Starttermin für "SpaceShipOne" ist fixBranson glaubt an Weltraumhotels
Branson selbst will den Angaben nach an Bord des ersten Flugs seiner neuen Fluglinie sein. Längerfristig soll seinen Plänen zufolge beim Ausflug ins All auch ein Zimmer mit Aussicht auf unseren Heimatplaneten mitgebucht werden können. "Das Weltraumhotel wird es geben", sagte Branson.
Der US-Hotelier Robert Bigelow, der sein Geld mit der Hotelkette "Budget Suites of America" verdient hat, plant ebenfalls einen schwerelosen Aufenthaltsort für Touristen.
Sein auf 500 Millionen Dollar budgetiertes Projekt basiert auf niemals realisierten Plänen der US-Weltraumbehörde NASA, die mit dem TransHub eine aufblasbare Weltraumstation entwickelt hat.
Bigelows Nautilus Space Station soll dabei mit 330 Kubikmetern bis zu sechs Personen Platz bieten.
Derzeit testen Ingenieure gerade die Außenhülle der geplanten Space Station auf Widerstandsfähigkeit gegen Einwirkung von Fremdkörpern sowie die allgemeine Belastbarkeit der Hülle.
Ein aufblasbares Weltraumhotel
