Private Mars-Mission bis 2009
Der deutsche Verein "Amsat" aus Wissenschaftlern, Ingenieuren und Technikern plant bis zum Jahr 2009 einen Forschungsflug zum Mars.
Die Gruppe will einen Satelliten sowie eine Sonde zum Nachbarplaneten der Erde schicken, um zu beweisen, dass auch private Organistionen in der Lage sind, einen Weltraumflug zu bewältigen.
Die Forschungsmission wird rund zehn Millionen Euro kosten.
Der Verein hat rund 1.200 Mitglieder in ganz Deutschland, die alle größtenteils ehrenamtlich an dem Projekt arbeiten. Seit seiner Gründung vor 30 Jahren hat Amsat bereits erfolgreich Satelliten ins All gebracht.
AmsatKommunikations-Relais
Die rund 500 Kilo schwere Sonde soll zunächst an Bord einer Ariane-Rakete in eine Umlaufbahn um die Erde gebracht werden.
Die Raumfahrtorganisation will dazu Ladekapazität in einer Rakete kaufen, die mit anderen Satelliten nicht voll ausgelastet ist.
Später dann soll die Sonde in eine Umlaufbahn um den Mars gebracht werden und dort als Kommunikations-Relais dienen.
"Wir könnten Signale von Sendern auffangen, die bereits auf dem Mars sind", sagte Karl Meinzer, Professor für Raumfahrttechnologie an der Uni Stuttgart. Als Empfangsstation wird die Sternwarte in Bochum dienen.
Sonde soll Atmosphäre erforschen
Zur Erforschung der Mars-Atmosphäre will die private Münchner
Marssociety die Sonde "Archimedes" entsenden. Sie soll ganz langsam
durch die Atmosphäre auf die Oberfläche des Planeten gleiten und so
mehr Daten als bisherige Landefahrzeuge sammeln.
MarssocietyÜbertragung auf Amateurfunk
Bevor der eigentliche Flug zum Mars beginnen kann, muss die Sonde erst in einer Umlaufbahn um die Erde bleiben.
"Wir können den Flugtermin einer Rakete nicht bestimmen, müssen den Flug zum Mars aber in einem bestimmten Zeitraum starten."
In den Jahren 2007 und 2009 hat der Mars jeweils für rund einen Monat eine günstige Position für den Flug.
Nach der neun Monate dauernden Reise zum Nachbarplaneten solle das Objekt dann Funksignale vom Mars zur Erde senden.
Die Signale würden auf Amateurfunk-Frequenzen übertragen, so dass sie jeder, der eine geeignete Empfangsanlage habe, empfangen könne.
