Grid-Computing wird erwachsen
Am 20. September beginnt in Brüssel das zwölfte Global Grid Forum.
War diese Technologie, ähnlich wie Linux, zunächst ein Thema der akademischen Welt, hat sich in den vergangenen drei Jahren Grid-Computing auch im kommerziellen Bereich zunehmend durchgesetzt.
Im Vorfeld des Forums hat IBM einige neue Projekte zum Thema Grid-Computing vorgestellt. So wird die Environmental Protection Agency [EPA] in den USA ein Linux-basiertes Grid auf IBM-Supercomputern verwenden, um Modelle der Luftqualität zu berechnen.
Siemens mobile verwendet Grid Computing für schnellere Software-Entwicklung und
Yurion, der koreanische Hersteller von MP3-Playern [iRiver] setzt auf Grid, um 100.000 Nutzer mit 200 TB Speicherbedarf zu koordinieren. Auch das japanische Telekommunikationsunternehmen NTT setzt auf Grid.
Siemens mobile will mit Grid-Computing die Software-Entwicklung für Mobilkommunikation beschleunigen und verbessern. Dabei setzt Siemens auf ISM-Server der xSerie unter Novells SuSE Linux.
MS-Windows für SupercomputerRed Hat mit viel von IBM
Das IBM-Projekt bei der EPA inkludiert die Grid-Toolbox, eine Sammlung quelloffener Grid-Software von IBM, sowie Red Hat Linux Enterprise 2.1 auf IBM-eServern der pSerie sowie Avaki Enterprise Information Integration [EII] Software.
Die US-Umweltbehörde EPA will das Grid nicht nur für eigene Zwecke einsetzen, sondern die Rechenleistung auch seinen Partner [wie Ministerien] gegen Bezahlung zur Verfügung stellen.
Mehr Software-Applikationen
IBM hat zudem bekannt gegeben, dass dieses Jahr nunmehr 17
Softwarefirmen ihre Applikationen für IBMs Grid-Computing optimiert
haben. Neu dazu gekommen sind Ascential, Cadence, Choriant, GGA,
Exa, Insbridge, LSTC, Searchspace, Peregrine und Turboworx.
Grid-Computing auf Bestellung52 Millionen Euro von der EU
Die Europäische Union setzt einen Schwerpunkt auf die Forschung mittels Grid-Technologie und stellt für entsprechende Projekte 52 Millionen Euro bereit.
Insgesamt werden zwölf Vorhaben unterstützt, die darauf abzielen, verteiltes Rechnen, für Hochleistungs-Rechennetze aus den Forschungslabors in die Unternehmen zu bringen.
Ziel der Förderungen ist es, die enorme Rechenleistung und das damit verbundene Fachwissen, über das derzeit nur große Unternehmen und Forschungseinrichtungen verfügen, für jedermann zugänglich zu machen.
EU fördert Grid-Computing
