17.09.2004

GLOBAL GRID

Grid-Computing wird erwachsen

Am 20. September beginnt in Brüssel das zwölfte Global Grid Forum.

War diese Technologie, ähnlich wie Linux, zunächst ein Thema der akademischen Welt, hat sich in den vergangenen drei Jahren Grid-Computing auch im kommerziellen Bereich zunehmend durchgesetzt.

Im Vorfeld des Forums hat IBM einige neue Projekte zum Thema Grid-Computing vorgestellt. So wird die Environmental Protection Agency [EPA] in den USA ein Linux-basiertes Grid auf IBM-Supercomputern verwenden, um Modelle der Luftqualität zu berechnen.

Siemens mobile verwendet Grid Computing für schnellere Software-Entwicklung und

Yurion, der koreanische Hersteller von MP3-Playern [iRiver] setzt auf Grid, um 100.000 Nutzer mit 200 TB Speicherbedarf zu koordinieren. Auch das japanische Telekommunikationsunternehmen NTT setzt auf Grid.

Red Hat mit viel von IBM

Das IBM-Projekt bei der EPA inkludiert die Grid-Toolbox, eine Sammlung quelloffener Grid-Software von IBM, sowie Red Hat Linux Enterprise 2.1 auf IBM-eServern der pSerie sowie Avaki Enterprise Information Integration [EII] Software.

Die US-Umweltbehörde EPA will das Grid nicht nur für eigene Zwecke einsetzen, sondern die Rechenleistung auch seinen Partner [wie Ministerien] gegen Bezahlung zur Verfügung stellen.

52 Millionen Euro von der EU

Die Europäische Union setzt einen Schwerpunkt auf die Forschung mittels Grid-Technologie und stellt für entsprechende Projekte 52 Millionen Euro bereit.

Insgesamt werden zwölf Vorhaben unterstützt, die darauf abzielen, verteiltes Rechnen, für Hochleistungs-Rechennetze aus den Forschungslabors in die Unternehmen zu bringen.