Grid-Computing auf Bestellung
Die Fraunhofer Gesellschaft hat ein Verfahren entwickelt, mit dem die Rechenleistung vieler Computer gebündelt und an externe Kunden vermietet wird.
"Rechenpower wird zu einer Ressource wie Gas, Strom oder Telefon, die nach Verbrauch abgerechnet wird", sagte der Vorsitzende der Gruppe Informations- und Kommunikationstechnik, Jose L. Encarnacao, am Donnerstag bei der CeBIT in Hannover.
Die so genannten "Grids", die freie Kapazitäten vieler Rechner nutzen, kommen bei komplexen Berechnungen zum Einsatz, die von einzelnen Rechnern kaum zu schaffen wären. Ein bekanntes Beispiel ist das SETI-Projekt zur Suche nach außerirdischer Intelligenz. Ein ähnliches Verfahren wurde auch bei der Entschlüsselung des menschlichen Genoms eingesetzt.
KMUs als erste Grid-Kunden
Kunden des ersten Grids der Fraunhofer Gesellschaft seien aber
auch Ingenieurbüros und mittelständische Unternehmen, die sich keine
eigenen Rechenzentren leisten können, sagte IuK-Geschäftsführer
Boris Groth. Langfristig könnten sich mit dem Vermieten von
Rechenleistung neue Geschäftsfelder entwickeln. Noch sei das Konzept
der Grids nicht ausgereift: Probleme bereiteten unter anderem Fragen
der Sicherheit und der technischen Voraussetzungen.
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