Kursrutsch bei den Chipherstellern
Die wochenlange Talfahrt der Chip-Hersteller setzte sich heute in ungebremstem Ausmaß fort. Intels am Donnerstag nach Börsenschluss bekannt gegebene Umsatzwarnung setzte die Aktien von Europas Chipherstellern gehörig unter Druck.
Die deutsche Infineon fiel um vier, STMicroelectronics verlor 2,3, der holländische Chip-Zulieferer ASML gab um 3,1 Prozent nach.
Derlei spielte sich in einem an sich freundlichen Börsen-Umfeld ab, das durch die niedriger als erwartet ausgefallenen US-Arbeitslosenzahlen am Morgen entstanden war.
Intel hatte die Erwartungen für das laufende dritte Quartal zur Mitte desselben erheblich reduziert. War man ursprünglich von einem Umsatz zwischen 8,6 und 9,2 Milliarden Dollar ausgegangen, so werden nun nur noch zwischen 8,3 und 8,6 Mrd. USD erwartet.
Der Umsatzwarnung vom Donnerstag"Schock sitzt tief"
Die Technologiebörse Nasdaq zeigte sich in den ersten Minuten nach der Eröffnung tief im negativen Bereich. "Der Schock nach der Umsatz- und Gewinnwarnung bei Intel sitzt sehr tief", sagte ein Marktbeobachter.
Und er wirkte sich auch deutlich auf den Kurs des weltgrößten Chipbäckers aus.
Der Intel-Kurs fiel tagsüber um acht Prozent und zog den Technologiesektor und damit die gesamte Nasdaq in den Keller. Bereits am Donnerstag Abend, als Intel seine Umsatzprognosen für das laufende Quartal nach unten korrigierte, war die Aktie nachbörslich um sieben Prozent abgesackt. Zu Börsenschluss lag die Aktie 7,4 Prozent im Minus.
Die wirklich schlechten Nachrichten hatten Mitte Juli begonnen, als Intel den Reigen trüber Ausblicke in der Chipbranche eröffnet.
Intel-Prognose als Schock für IT-Markt
