Halbleiter-Branche im Abwärtssog
Die Korrekturen auf dem Chip-Markt setzten sich auch gestern fort. Nach der Herabstufung durch die Bank of America geriet die Aktie des Chipbäckers Advanced Micro Devices als erste unter Druck.
Der Kurs gab um mehr als drei Prozent nach. Dazu wurden die Aussichten für die gesamte Branche für 2005 erneut nach unten korrigiert und diese auf "neutral" zurückgestuft.
Damit wurde erneut ein Kursrutsch ausgelöst, der vor allem die kleinren Konkurrenten wie Broadcom [minus zwei] oder Micron [minus 1,7] betraf. Bei Intel waren die getrübten Aussichten offenbar schon eingerechnet, die Aktie verlor nur noch 0,8 Prozent.
In den letzten drei Monaten ist der Intel-Kurs von über 28 auf nunmehr 22 Dollar gefallen.
Die wirklich schlechten Nachrichten hatten Mitte Juli begonnen, als Intel den Reigen trüber Ausblicke eröffnete.
Intel-Prognose als Schock für IT-MarktAussichten mehr und mehr getrübt
Die Aussichten der gesamten Halbleiterbranche für 2005 haben sich inzwischen weiter eingetrübt. John Lau, Analyst bei der Bank of America, geht mittlerweile von einem Wachstum von weniger als vier Prozent im nächsten Jahr aus.
Bis vor kurzem war man noch von 10 bis 12 Prozent Steigerung ausgegangen. Die Kursexperten des Wall Street Journal halten einstweilen noch an ihrer Prognose von neun Prozent Wachstum für die Top 100 Halbleiterhersteller weltweit fest.
Auslöser für die seit Monaten andauernde Bewegung nach unten sind immer noch dieselben Gründe, über die hier seit Monaten berichtet wird.
Movens nach unten
Ab Ende des ersten Quartals 2004 begannen sich die Meldungen über
steigende Lagerbestände bei Chipherstellern zu häufen. Das blieb so,
bis zuletzt, da sich die Kunden mit Großbestellungen zurückhielten.
Irakkrieg, Ölpreis, Terrorismusangst und weiterhin gemischte
Konjunkturdaten in den USA sind das Movens einer Kurve, die weiter
nach unten zeigt.
Mitte August brach die Computerbranche dann ein
