02.09.2004

QUARTAL DREI

Intels Umsatz bricht ein, Aktie verliert

Intel hat die Erwartungen für das laufende dritte Quartal zur Mitte desselben erheblich reduziert. War man ursprünglich von einem Umsatz zwischen 8,6 und 9,2 Milliarden Dollar ausgegangen, so sind es nun nur noch zwischen 8,3 und 8,6 Mrd. USD.

Die Bruttogewinnmarge dürfte für den Berichtsabschnitt bei rund 58 Prozent liegen, die vorherige Schätzung hatte 60 Prozent plus oder minus einige Prozentpunkte betragen.

Das meldete Intel am Donnerstag nach US-Börsenschluss. Im nachbörslichen Handel fielen die Aktien prompt um 7,6 Prozent.

Damit kündigt sich erstmals operativ an, was sich bisher nur in den Ausblicken der Chiphersteller auf 2005 manifestiert hat. Der Höhepunkt im Halbleiterzyklus ist längst überschritten.

Auch im europäischen Handel stürzte Intel am Freitagvormittag ab. Im Frankfurter Xetra-Handel notierte das Papier mit 16,61 Euro um 6,0 Prozent unter dem Vortagesschluss.

Im Sog von Intel gerieten auch europäische Chiphersteller unter Druck. Infineon rutschte um 3,2 Prozent auf 7,87 Euro ab und STMicroelectronics knickten um 2,2 Prozent auf 13,61 Euro ein. Auch die in Zürich gelisteten österreichischen Chiperzeuger mussten Federn lassen: austriamicrosystems verloren 2,9 Prozent auf 28,90 Franken und SEZ notierten mit 28,30 Franken um 2,4 Prozent tiefer.

Begründet wurde die Umsatz- und Gewinnwarnung mit einer weltweit unter den Erwartungen ausgefallenen Nachfrage nach Intel-Produkten, ausgelöst durch eine unter den Prognosen liegenden Endnachfrage nach Computersystemen. Auch im Telekommunikationsbereich bleibe der Umsatz hinter den Erwartungen zurück, so Intel.