Marswinter plagt NASA-Roboter
Der beginnende Winter auf dem Mars stellt für die NASA-Roboter "Opportunity" und "Spirit" ein ernst zu nehmendes Problem dar: Sinkende Temperaturen, kürzere Tage und immer mehr Staub auf den Solarzellen beeinträchtigen nämlich die Arbeit der beiden Roboter.
Besonders problematisch ist der Wintereinbruch für "Opportunity". Bereits seit längerem klemmt ein Wärmeschalter und frisst durch den Dauerbetrieb so viel Energie, dass der Roboter nur noch zwei Stunden am Tag arbeiten kann.
Mission erfüllt
Erst Anfang April hatte die NASA beschlossen, die erfolgreiche
Mission der Roboter um mindestens fünf Monate zu verlängern.
"Spirit" und "Opportunity" machen Fotos, untersuchen Gesteine und
studieren die Atmosphäre. Unter anderem entdeckten sie Spuren eines
ehemaligen Salzsees in einer Tiefebene des Mars.
US-Mars-Rover haben ihre Mission erfülltNachttemperaturen bei minus 46 Grad Celsius
Die Wissenschaftler der NASA haben "Opportunity" nun zwar in einen nächtlichen Zwangsschlaf reprogrammiert.
Damit wird aber zugleich das empfindliche Mini-Thermal-Emissionsspektrometer den Nachttemperaturen von derzeit minus 46 Grad Celsius ausgesetzt. Das Gerät kann nur bis zu 50 Minusgrade aushalten.
Auch "Spirit" hat zeitweise Computeraussetzer, konnte seine Erkundungsroute zu den Hügeln nördlich der Landestelle jedoch bereits zu drei Vierteln zurücklegen. Ab Mitte September werden die Tage auf dem Mars wieder länger.
Software-Update im April
Im April erhielten die beiden Roboter ein Software-Update für
ihren verlängerten Aufenthalt bis September. Die neue Software
sollte "Spirit" und "Opportunity" laut der NASA ermöglichen, auch
durch schwieriges Terrain zu fahren.
NASA-Rover erhalten Software-UpdateRoboter soll "Hubble" retten
Neue Hoffnung gibt es unterdessen für das Weltraumteleskop "Hubble": Die NASA will versuchen, das Leben des alternden Weltraumteleskops mit Hilfe eines Roboters zu verlängern.
Die Entsendung einer robotischen Rakete könnte nun dieses Schicksal abwenden. Wie NASA-Chef Sean O'Keefe am Dienstag erklärte, haben Forschungen ergeben, dass eine solche Mission "erfolgversprechender sein könnte als ursprünglich gedacht". Für eine Festlegung sei es aber noch zu früh. Das Hauptaugenmerk gelte weiter der Aufgabe, im Fall des Falles einen "sicheren Absturz" des Teleskops zu gewährleisten.
Die US-Weltraumbehörde lud nun Wissenschaftler und Unternehmen ein, bis Mitte Juli Vorschläge für die Entsendung eines mechanischen Helfers zu ihrem bisherigen astronomischen Paradestück zu unterbreiten.
Seit 1990 im Einsatz
"Hubble" ist eine der bisher erfolgreichsten Investitionen der
Raumfahrtgeschichte. Es hat seit seinem Start 1990 mehr als 100.000
Fotos aufgenommen und immer wieder durch seine gestochen scharfen
Bilder von zehn Milliarden Lichtjahren entfernten Galaxien
begeistert.
"Hubble"-Teleskop wird aufgegeben
