BEA-Aktionär will Verkauf erzwingen

"NYT"
28.10.2007

Großinvestor Carl Icahn bringt Klage ein

Im Verkaufspoker um den US-Software-Hersteller BEA Systems hat Großinvestor Icahn Klage gegen das Unternehmen eingebracht, berichtete die "New York Times" ["NYT"].

Mit der Klage will Icahn eine Abstimmung der Aktionäre über einen Verkauf des Unternehmens erzwingen. Icahn verlangte dazu die Einberufung einer Hauptversammlung für den 30. November.

Offener Brief

Icahn forderte das Führungsgremium des Unternehmens darüber hinaus in einem offenen Brief auf, neben der bisher einzigen vorliegenden Offerte des Software-Riesen Oracle weitere Gebote einzuholen: "Wenn ein höheres Gebot eingeht, umso besser." Wenn nicht, sollten die BEA-Aktionäre entscheiden, ob sie die 6,7 Milliarden Dollar [4,66 Mrd. Euro] schwere Oracle-Offerte akzeptierten.

Frist läuft ab

Das BEA-Führungsgremium betrachtet die Oracle-Offerte von 17 Dollar je Aktie allerdings als viel zu niedrig. Oracle hatte hingegen erklärt, nicht nachzulegen, und setzte eine Frist bis Sonntagnachmittag kalifornischer Zeit.

Außer Oracle hat bisher keine andere Firma offiziell Interesse an BEA bekundet. BEA hatte zuletzt mit einem Rückgang beim Verkauf von Software-Lizenzen zu kämpfen.

(APA | Reuters)