Unterhaltungselektronik geht "baden"
Zuerst portabel, dann miniaturisiert und nun wasserfest - Unterhaltungselektronik muss nach den Wünschen der Konsumenten möglichst immer und überall einsatzbereit sein.
Digitalkameras und LCD-Fernseher, die beim Segeln, Skifahren oder einfach nur in der Badewanne benutzt werden können, stehen bei den japanischen Kunden bereits hoch im Kurs.
Sie verfügen über Ausstattungen, die zwar das Wasser am Eintreten hindern, doch Luft und Hitze nach außen abgeben lassen.
Einige Produkte sind dabei gezielt für den Strandurlaub gedacht. So etwa "Wristomo" von NTT und Seiko. Das im Mobilfunkstandard PHS [Personal Handy Phone Standard] funkende Handy lässt sich wie eine Armbanduhr tragen und ist wasserfest.
Handgelenk-Handy kommt in den HandelKaraoke auch im Bad
Dabei haben sich vor allem die japanischen Hersteller auf das Abdichten von Unterhaltungselektronik spezialisiert.
Der LCD-Fernseher von Casio und der wasserfeste CD-Player von Twinbird sind für die Nutzung im Badezimmer konstruiert.
Sony hat mit der "Cyber-shot U" [DSC-U60] eine wasserfeste Zwei-Megapixel-Digitalkamera mit Unterwasser-Modus auf den Markt gebracht.
Matsushitas "ToughBook", ein so genanntes Outdoor-Notebook, kann auch im Regen benutzt werden. Es kommt bereits in 60 Prozent aller US-Polizeiautos zum Einsatz.
Philips hat unterdessen einen Fernseher, der auf Knopfdruck zum Spiegel wird - und umgekehrt - in Großbritannien auf den Markt gebracht. Der "MiraVision" ist ein 58-Zentimeter-Wide-Screen-Fernseher, der ausgeschaltet wie ein herkömmlicher Spiegel aussieht.
Fernseher im Spiegel ab März erhältlichUm Geräte wasserfest zu machen, müssen in erster Linie die Schnittstellen mit Packmaterialien dicht gemacht werden. Auch die Wärmeabfuhr muss über wäremeleitenden Gummi gewährleistet und die Luft über wasserfeste Folien abgeführt werden.
Das Gehäuse von Wristomo besteht etwa aus drei Teilen: der Oberteil mit Lautsprecher und Antenne, das Mittelstück mit Display und der Unterteil mit Mikrofon.
Die Verbindungsdrähte sind in ein flexibles Trägermaterial eingegossen, das von einem bis zum anderen Ende des Gehäuses reicht und von Ober- und Unterteil zusammengepresst wird.
Für den Sommer 2004 werden weitere tauchtaugliche Produkte erwartet.
