Handgelenks-Handy kommt in den Handel
Es sieht aus wie eine klobige Digitaluhr aus den achtziger Jahren. Per Knopfdruck klappt es auseinander und wird zum derzeit kleinsten Handy:
Ab 7. Mai wird NTT DoCoMo das "Wristomo"-Handy zum Kauf anbieten.
Das im Mobilfunk-Standard PHS [Personal Handy Phone Standard] funkende Gerät lässt sich wie eine Armbanduhr tragen und ist wasserfest. Zum Telefonieren müssen Benutzer das Wristomo allerdings abnehmen.
Das im März vorgestellte 113 Gramm leichte Produkt soll für umgerechnet gut 300 Euro erhältlich sein.
Das Gerät kann E-Mails bis zu einer Länge von 6.000 Zeichen senden oder empfangen. Die Übertragungsrate beträgt 64 KBit/s. Wristomo kann über Kabel oder mobiles Internet die gespeicherten Daten mit dem Benutzer-PC abgleichen. Das Update kann dabei auch automatisch erfolgen, sobald die Daten auf einem Gerät verändert werden.
WristomoPH-Standard versus DECT
Der PH-Standard ist der Nachfolger der in Europa und Asien etablierten Schnurlostechnik DECT. Allerdings konnte DECT keine nennenswerte Verbreitung erreichen, wenn es um Mikro-Zellen für die Versorgung von Hotspots wie Hotels, Straßenzügen oder Stadtteilen geht.
DECT und PHS können Daten mit 128 KBit/s übertragen, Advanced PHS bietet ein Megabit.
Der besondere Vorteil von PHS-Geräten ist deren geringer Stromverbrauch, der mehrere hundert Stunden Laufzeit mit sehr niedrigem Handy-Gewicht kombiniert [rund 70 Gramm].
An die Grenzen des PHS-Verfahrens stoßen Anwender mit GSM-Ansprüchen. Wer sich von Zelle zu Zelle bewegt und dabei die "Höchstgeschwindigkeit" von 40 Stundenkilometern überschreitet, muss Gesprächsabbrüche in Kauf nehmen.
