24.01.2004

AUSSTATTUNG

Das Innenleben des Mars-Rovers "Spirit"

Der Mars-Rover "Spirit" kämpft derzeit auf der Marsoberfläche mit Computerproblemen.

Zwar behaupten böse Zungen diese Probleme seien auf Windows zurückzuführen, doch weder das Microsoft-Betriebssystem, noch die Open-Source-Konkurrenz Linux kommen in dem Marsroboter zum Einsatz.

Stattdessen laufen die beiden Mars-Rover unter dem Echtzeitbetriebssystem VxWorks von Wind River Systems, das schon beim Mars Pathfinder oder auch in Formel-1-Boliden eingesetzt wurde.

Im Herzen der Marslander schlägt ein einziger 32-bit RAD6000-RISC-Prozessor mit gerade einmal 25 MHz.

128 MB DRAM Speicher an Bord

Insgesamt nutzt die NASA 145 RAD6000s in 77 Satelliten. Die Hardware ist dabei speziell behandelt und strahlungsgehärtet und kostet zwischen 200.000 und 300.000 USD pro Stück.

Die 1,5 Meter hohen Rover sind autonom und können so etwa um kleine Objekte herumfahren, ohne dass sie ständig Instruktionen erhalten müssen.

Die Rover haben 128 MB DRAM Speicher mit Fehlererkennung und -korrektur an Bord sowie drei MB ROM.

Wegen des kleinen Speichers mussten die NASA-Techniker in jeder Phase der Mission neue Instruktionen mit Hilfe der Remote Debugging Technologie von Wind River nachladen.

Reparatur könnte Wochen dauern

Die NASA-Ingenieure stehen nun vor der schweren Aufgabe, die Computerprobleme von "Spirit" mittels Fernwartung zu analysieren und zu beheben.

Die beiden 180 Kilogramm schweren Marsmobile wurden so konstruiert, dass sie mittels Solarenergie drei Monate lang in Betrieb sein können.

"Spirits" interner Rechner bleibt jedoch derzeit immer wieder hängen und muss dann "wie ein ganz normaler Heim-PC" neu gestartet werden.

Die Hoffnung auf eine schnelle Reparatur wurde bereits aufgegeben.

Projektmanager Pete Theisinger vom Jet Propulsion Laboratory der NASA geht davon aus, dass es Tage oder sogar zwei Wochen dauern könnte, bis "Spirits" Fehler behoben werden können.