22.11.2003

RECHT & MORAL

Senat mahnt P2P-Firmen zur Selbstkontrolle

Eine Gruppe von US-Senatoren sieht Tauschbörsen-Betriber moralisch in der Pflicht, den Tausch von urheberrechtlich geschütztem, sowie pornografischem Material über ihre Netzwerke zu unterbinden.

In einem Brief an die Betreiber von Grokster, BearShare, Blubster, eDonkey2000, LimeWire und KaZaA rufen sie zur Selbstkontrolle der Peer-to-peer-Netze [P2P] auf.

"Die Anbieter von P2P-Programmen haben auch dafür zu sorgen, dass die Copyright-Gesetze eingehalten werden und der Tausch von Porno-Material gestoppt wird," so Senator Lindsey Graham.

Filter und Änderung der Standard-Einstellungen

Dabei haben die Senatoren die geforderten Schritte in drei Punkte gepackt. So sollen die Nutzer der P2P-Software eindringlich und deutlich sichtbar vor den rechtlichen Konsequenzen des Musik- und Filmtauschs gewarnt werden.

Zudem sollen die Betreiber Filter integrieren, die urheberrechtlich geschützte und pornografische Inhalte aus den Suchergebnissen verbannen.

Im dritten Punkt wird eine Änderung der Standard-Einstellungen der Tauschsoftware gefordert. Die Nutzer sollen ihre Verzeichnisse nicht automatisch, sondern nur aktiv zum Dowload freigeben können.

"Wir glauben, dass die freiwillige Erfüllung dieser drei vernünftigen Punkte viel zur Erziehung und zum Schutz der Konsumenten beitragen würden," heißt es im Brief. "Zudem würde es den Willen der Firmen unterstreichen, zu verantwortungsvollen und ernstzunehmenden Unternehmen zu werden."