US-Entwurf will harte Strafen für Piraten
Eine neue Gesetzesvorlage in den USA zielt darauf ab, Musik- und Filmpiraten mit harten Strafen entgegen zu treten.
Demnach sollen Piraten, die Filme im Kino mitfilmen, bis zu fünf Jahre hinter Gitter wandern. Auch die Verfolgung von Tauschbörsen-Nutzern, die unveröffentlichtes Material online anbieten, soll vereinfacht werden.
Der Entwurf des "Artists Rights and Theft Prevention Act" wurde von den zwei Senatoren Dianne Feinstein und John Cornyn eingebracht.
Eine Kopie reicht für Tatbestand aus
"Bisher haben nur vier US-Bundesstaaten Gesetze gegen Leute, die
ins Kino gehen und das dort Gezeigte mit der Kamera aufzeichnen," so
Feinstein. "Die anderen 46 Staaten unternehmen derzeit noch gar
nichts gegen diese Art des Diebstahls, die eindeutig illegal sein
sollte."
Dianne Feinstein [Demokraten/Kalifornien]
John Cornyn [Republikaner/Texas]Unabhängig davon, ob Verletzung stattfand
Wer auch nur eine einzige Kopie eines Films, einer Musik-CD oder Software vor dem offiziellen Erscheinungsdatum in Tauschbörsen anbietet, müsste demnach in Zukunft mit bis zu drei Jahren Gefängnis rechnen.
Darüber ist eine Geldstrafe von bis zu 250.000 USD vorgesehen, unabhängig davon, ob die Urheberrechtsverletzung dann auch tatsächlich stattgefunden hat.
Das alleinige Bereitstellen urheberrechtlich geschützten Materials reicht zur Erfüllung des Tatbestands aus, egal ob jemand die Datei heruntergeladen hat oder nicht.
Nach derzeitigem US-Recht muss entweder der zehnmalige illegale Download oder ein Schaden von 2.500 USD nachgewiesen werden.
