Österreichischer Wissensglobus prämiert
Prototyp einer Klimaschutz-Ressource
Der erste Prototyp des österreichischen IDIOM-Projekts zur Erstellung von Wissenslandkarten wird am Donnerstag in Berkeley im Rahmen des unter anderem von Google und der NASA gesponserten "Digital Earth 3D Visualization Contest" ausgezeichnet.
Automatisch generierte Artikeldatenbank
IDIOM wird von Wissenschaftlern an der TU Graz und an der WU Wien entwickelt. Der prämierte Prototyp ist ein Informationsportal zum Thema Klimawandel. Die Software des Projekts überprüft wöchentlich bis zu 200.000 Texte aus 150 angloamerikanischen journalistischen Quellen, wählt daraus bis zu 10.000 Artikel zum Thema Umwelt aus und fügt diese in eine Datenbank ein.
Aus Stichworten in den Artikeln generiert die Software automatisch semantische Wissenslandkarten, mit deren Hilfe verwandte Dokumente schnell aufgefunden werden können. Häufig vorkommende Themen stellt das System etwa als "Berge" dar, selten diskutierte Aspekte dagegen als "Täler". Über ein auf der Website integriertes Mash-up mit Google Maps sind auch die in den Artikeln erwähnten Schauplätze schnell aufgefunden.
Die Wissenslandkarten sollen als öffentliche Ressource frei zugänglich bleiben, sagt Projektleiter Arno Scharl von der TU Graz.
Für die Wissenslandkarten will IDIOM in Zukunft auch die kürzlich vorgestellte Java-Version des virtuellen NASA-Globus World Wind verwenden. Das Projekt ist im November vergangenen Jahres gestartet.
Hauptförderer des Projekts sind das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie sowie die Forschungsförderungsgesellschaft.
