Kein Glück für Mars-Roboter "Opportunity"
Die US-Weltraumbehörde NASA hat den geplanten Start des Mars-Rovers "Opportunity" erneut verschoben.
Dieses Mal ist es eine ausgefallene Batteriezelle an der Mars-Sonde, welche die Ingenieure an der Abschussrakete entdeckten. Die Sonde werde nun frühestens am Dienstag um 4.35 Uhr [MESZ] starten, teilte die NASA mit.
Die Probleme mit der Kork-Isolierung der Rakete, die mehrere Startverschiebungen ausgelöst hatten, seien unterdessen gelöst worden.
Der Start der zweiten Sonde muss bis zum 15. Juli geglückt sein, da Erde und Mars nur bis zu diesem Datum in einer für den 480 Millionen Kilometer langen Raumflug günstigen Position zueinander stehen.
"Opportunity" und der bereits vor dreieinhalb Wochen gestartete "Spirit" sollen voraussichtlich im Jänner 2004 an entgegengesetzten Seiten des Nachbarplaneten der Erde landen. Das wichtigstes Ziel der 800 Millionen USD[rund 700 Mio. Euro] teuren Einsätze ist es herausfinden, wie lange sich Wasser auf der Oberfläche des Mars befand. Von dieser Information erhoffen sich Wissenschaftler Rückschlüsse auf Leben auf dem Planeten.
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Nach eigenen Angaben untersucht die NASA allerdings, ob sich das Zeitfenster um etwa zwei Tage vergrößern lässt. Gelingt der Start in dem vorgegebenen Zeitraum nicht, muss er bis zum November 2004 verschoben werden.
Die vorerst letzte Startverzögerung reiht sich in eine ganze Serie von Pannen seit dem 24. Juni ein. Zunächst musste die NASA die Mission "Opportunity" wegen schlechten Wetters verschieben. Ein weiterer Termin platzte auf Grund einer beschädigten Isolierung an der ersten Stufe der Trägerrakete.
Dann kam der NASA ein Fischerboot dazwischen, das vor Cape Canaveral unbeabsichtigt in einen gesperrten Küstenabschnitt eingedrungen war. Zum jüngsten Verschiebung sagte der NASA-Sprecher: "Die Batterie muss entfernt und ersetzt werden."
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