Proteste gegen SIS-Personalabbau fortgesetzt

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15.06.2009

Betriebsrat schickt Petition an Siemens-Aufsichtsrat

Die Siemens-Belegschaftsvertretung in Wien protestiert weiter gegen den drohenden Abbau von Arbeitsplätzen. Rund 40 Betriebsräte versammelten sich am Montagvormittag vor dem Siemens-Forum, um bei der dort stattfindenden Aufsichtsratssitzung gegen die Pläne der Firmenleitung zu protestieren, 50 Prozent der Mitarbeiter im Software-Bereich (SIS, früher Siemens PSE) abzubauen, teilte SIS-Betriebsratschef Ataollah Samadani mit. Bereits am Sonntag hatten die Betriebsräte eine Petition an alle Mitglieder des Aufsichtsrates verschickt, um sie auf die prekäre und dramatische Lage aufmerksam zu machen.

"Erwarten klares Signal"

Der Betriebsrat betonte gegenüber dem Aufsichtsratsvorsitzenden Siegfried Russwurm und Vorstandsvorsitzender Brigitte Ederer seine Bereitschaft, über alle konstruktiven Vorschläge des Unternehmens zu reden, die helfen, die drohenden Kündigungen zu vermeiden. "Vom Aufsichtsrat der Siemens AG Österreich erwarten wir jetzt ein klares Signal, sich ebenfalls für die Sicherung der Arbeitsplätze in Österreich einsetzen zu wollen", so Samadani.

Unterstützt wurde die Aktion heute durch eine Delegation des Angestelltenbetriebsrates Wien 21, der größten Betriebsratskörperschaft der Siemens AG Österreich und der Elektro- und Elektronikindustrie. Der Betriebsratschef hofft, dass die Gespräche vor der Schlichtungskommission der Sozialpartner, die voraussichtlich in dieser Woche stattfinden werden, einen deutlichen Schritt näher zu einer akzeptablen Lösung bringen, und einen Großteil der Arbeitsplätze in Österreich erhalten.

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(APA)