Hitachi verbucht Rekordverlust
5,9 Milliarden Euro Minus bei zehn Prozent weniger Umsatz
Der japanische Elektronikkonzern Hitachi hat im abgelaufenen Geschäftsjahr den bisher höchsten Nettoverlust verbucht.
Wie das Unternehmen am Dienstag bekanntgab, belief sich der Fehlbetrag zum Bilanzstichtag am 31. März auf 787 Milliarden Yen (5,9 Mrd. Euro) bei einem operativen Gewinn von 127 Milliarden Yen. Damit bleibt Hitachi im nunmehr dritten Jahr in der Verlustzone. Der Umsatz sank um elf Prozent auf zehn Billionen Yen.
Noch kein japanischer produzierender Konzern hat jemals zuvor einen derart hohen Verlust verzeichnet. Allein im abgelaufenen vierten Quartal lag der Verlust bei 3,24 Milliarden Euro. Grund für die Geschäftsentwicklung seien Einbrüche in der Chip-, in der Auto- und in der Elektronikbranche, erklärte Hitachi.
Für das laufende Geschäftsjahr geht das Unternehmen unter dem Strich von einem reduzierten Nettofehlbetrag von noch 270 Milliarden Yen aus. Hitachi erklärte, mit einem Aufschwung der Wirtschaft nicht vor 2010 zu rechnen.
(dpa/Reuters)
