Hitachi erwägt Bitte um Staatshilfe
Elektronikkonzern rechnet mit Durststrecke bis 2010
Japans größter Elektronikkonzern Hitachi rechnet angesichts der globalen Wirtschaftskrise mit einer Durststrecke bis 2010. Der neue Konzernchef Takashi Kawamura sagte am Montag, im laufenden Geschäftsjahr sei vor allem der Absatz von Elektronikartikeln und Produkten für die Automobilindustrie schwierig.
Der Konzern erwäge daher eine Kapitalerhöhung oder die Bitte um Staatshilfen, die von Japan für besonders von der Finanzkrise getroffene Unternehmen bereitgestellt wurden.
Fokus auf neue Bereiche
Hitachi werde zudem versuchen, die Rentabilität mit einer stärkeren Konzentration auf andere Bereiche wie Telekommunikation und Energieanlagen zu stärken, so Kawamura. Der neue Chef will den Konzern nach eigenen Angaben generell neu ausrichten und den Fokus stärker auf die Bereiche Industrie und Transport legen.
5,4 Milliarden Euro Verlust
Hitachi rechnet für das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem Verlust von sieben Milliarden Dollar (5,4 Mrd. Euro). Wie viele andere japanische Elektronikkonzerne leidet Hitachi unter der sinkenden Nachfrage und dem Preisverfall für seine Hightech-Produkte.
(APA)
