Fachkräftemangel in Österreichs IT-Branche
Österreichs IT-Fachverband in der Wirtschaftskammer (WKÖ) warnt vor einer "herannahenden Flutwelle offener IKT-Stellen". Bereits in den vergangenen Jahren konnten bis zu 47 Prozent der heimischen IT-Unternehmen Stellen nicht qualifiziert besetzen.
Die österreichische IT-Branche ruft nach mehr Nachwuchs. Der aktuelle Fachkräftemangel sei erst "ein lauer Vorgeschmack auf eine herannahende Flutwelle offener IKT-Stellen", hieß es am Donnerstag in einer Aussendung des Fachverbands Unternehmensberatung und Informationstechnologie (UBIT) in der WKÖ. Dabei sei das Potenzial an Nachwuchskräften vorhanden.
Während der Andrang bei Studienrichtungen wie Jus, Medizin, BWL und Psychologie ungebrochen sei, entschieden sich nur 16 Prozent der Studierenden für Naturwissenschaften. Lediglich 13 Prozent würden eine technische Studienrichtung wählen, und von diesen nur etwa 20 Prozent ein Informatikstudium, so die UBIT. Eine Verschärfung der Situation werde um das Jahr 2020 erwartet, wenn die Pensionierungswelle der ersten Generation von IT-Experten erfolge.
Imagekampagne notwendig
Um die Schüler für die IT-Branche zu begeistern, sei einerseits eine breite Imagekampagne notwendig, aber auch bei der Ausbildung müsse angesetzt werden, so der Fachverband. Im Rahmen der "IT-Offensive 2020" würden die Politik in die Pflicht genommen und weitere Kooperationspartner ins Boot geholt, kündigte der Verband an.
Die Informations- und Kommunikationstechnologie ist laut UBIT für rund 25 Prozent des Wirtschaftswachstums sowie etwa 30 bis 45 Prozent des Produktivitätszuwachses verantwortlich.
(APA/futurezone)
