Streit über IT-Kollektivvertrag geht weiter
Fachverband in der WKÖ lehnt Ist-Gehaltserhöhung ab
Der Fachverband Unternehmensberater und Informationstechnologie (UBIT) in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) hat sich in einer Stellungnahme gegen die Einführung einer tatsächlichen Ist-Gehaltserhöhung im IT-Kollektivvertrag ausgesprochen.
"Die WKÖ stellt sich somit gegen eine bislang in Österreich erfolgreich praktizierte sozialpartnerschaftliche Praxis", sagte der stellvertretende Bundesgeschäftsführer der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp), Karl Proyer.
Verhandlungen bisher gescheitert
Nachdem die fünfte Verhandlungsrunde in der IT-Branche am 22. Jänner ohne Erfolg geblieben war, hat das Verhandlungsteam der GPA-djp den Fachverband UBIT in der WKÖ aufgefordert, eine Lösung für den Kollektivvertrag in der IT-Branche zu unterstützen. Davon betroffen wären etwa 35.000 Beschäftigte.
"Die IT-Branche nimmt eine Schlüsselfunktion ein, wenn es darum geht, die österreichische Wirtschaft wieder auf die Überholspur zu bringen. Mit der nachhaltigen Ignoranz gegenüber berechtigten Anliegen der Beschäftigten torpediert man die notwendige Zukunftsorientierung", so Proyer.
Die Betriebsräte der IT-Branche beraten am Dienstagnachmittag in einer Konferenz über die weitere Vorgangsweise gegenüber den Arbeitgebern.
(APA)
