Spammer muss 16 Mio. USD Strafe zahlen
Ein US-Bundegericht hat dem drittgrößten Provider des Landes, EarthLink, in einem Verfahren gegen einen "Spammer-Ring" 16,4 Mio. USD Schadenersatz zugesporchen.
Die Spammer-Gruppe um Howard Carmack soll allein im letzten Jahr 825 Mio. Spam-Mails über EarthLink-Accounts abgeschickt haben.
Um sich beim Provider anzumeldem, haben die Spammer falsche Identitäten und gestohlene Kreditkartennummern verwendet. Und um ihre Spuren zu verwischen, nutzten sie jede Adresse jeweils nur für wenige Tage.
Neben der Geldstrafe wurde Carmack auch ein Verbot auferlegt, nach dem er künftig keine Massen-Mails mehr aussenden darf.
Der US-Bundesstaat Virginia will jetzt mit noch härteren Strafen gehen die Versender unerwünschter Werbemails vorgehen. Gouverneur Mark Warner hat dazu letzte Woche zwei Gesetze unterzeichnet, die für verschiedene Spam-Taktiken Haftstrafen von bis zu fünf Jahren vorsehen. Daneben dürfen die Behörden auch alle Gewinne, die Spammer aus ihrer Tätigkeit ziehen, sowie alle verwendeten Geräte beschlagnahmen.
Spammern drohen fünf Jahre HaftImmer mehr Mail-Schrott
"Das Ausmaß des Spam-Problems hat einen Punkt erreicht, an dem die normale Funktion des E-Mail-Systems gefährdet ist", hieß das offizielle Fazit eines Kongresses zum Thema, den die US-Handelsbehörde FTC letzte Woche ausgerichtet hat.
"Die Lage ist schlimmer als gedacht", fasste die FTC-Direktorin für Marketing-Methoden, Eileen Harrington, ihre Eindrücke auf der Schlussveranstaltung zusammen.
Pünktlich zum Kongress hat Brightmail auch eine neue Statistik vorgelegt, die den Anteil der unerwünschten Werbesendungen am E-Mail-Aufkommen von 40 auf 45 Prozent weiter hochschraubt.
"Spam gefährdet das E-Mail-System"
